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14. Liedersommer bringt alte Bekannte und musikalische Entdeckungen nach Altenhof

So wichtig die Worte

Texte von Herzen: Masha Potempa nennt sich Musik-Poetin und passt daher gut ins Programm des Liedermacherkonzerts.
Texte von Herzen: Masha Potempa nennt sich Musik-Poetin und passt daher gut ins Programm des Liedermacherkonzerts. © Foto: Yuli Gates
Simon Rayß / 04.08.2017, 05:49 Uhr
Altenhof (MOZ) Wenn am 17. August der Liedersommer in Altenhof zum 14. Mal an den Start geht, ist auf den ersten Blick alles wie immer. Zum Beispiel liefert auch in diesem Jahr Liedermacher Gerhard Gundermann, der geistige Vater des kleinen Festivals, das Motto - diesmal mit einer Zeile aus seinem Song "Morgen, Morgen": "Ist hier verdammt noch mal kein anderes Pferd im Stall?" Auf den zweiten Blick jedoch offenbaren sich im Programm kleine, aber feine Unterschiede.

So spielt zum Auftakt des musikalischen Reigens auch in diesem Jahr die Fotografie die erste Geige: Am 17. August, ab 20 Uhr, steht Harald Hauswald für ein Galeriegespräch im Bootshaus "Am Breten" bereit. Diesmal jedoch geht es auch dort um Musik: nämlich um die Ausstellung "Stones & Co. in Weißensee", die seine Bilder von Rock-Konzerten in Ost-Berlin zusammenführt. Um neben Fotos und Musik den Mix der Künste perfekt zu machen, wird an diesem Abend auch noch ein Film über die Agentur "Ostkreuz" gezeigt, die Hauswald mitbegründet hat.

Auch, wenn einen Tag später das eigentliche Festival auf dem Gelände des Bootsverleihs startet, direkt am Werbellinsee, gibt es ein Wiedersehen mit einem alten Liedersommer-Bekannten: So spielt Cellist Sonny Thet ab 20 Uhr sein traditionelles Konzert auf dem Bootssteg. Für eine Variation sorgt dabei Thomas Loefke, der Thet mit seiner Harfe begleiten wird. "Mal sehen, was passiert", schreibt Günter Landmann dazu, der Vorsitzende des Altenhofer Kulturkreises, der das Festival veranstaltet.

Der Höhepunkt jedes Liedersommers ist das Liedermacherkonzert auf der "kleinsten Open-Air-Bühne Deutschlands", wie Landmann es gerne ausdrückt. Dort lösen sich diesmal eine Künstlerin und zwei Bands ab. Den Anfang um 19.30 Uhr macht Masha Potempa, eine Musik-Poetin, die mal singt, mal spricht und sich dazu auf einer spanischen Gitarre begleitet.

Großen Wert auf ihre Texte legt auch die Berliner Band Unbekannt verzogen. Sie schreibt, anders als viele übrige Formationen, erst die Texte, dann die Musik. Dabei herauskommen deutschsprachige Pop-Rock-Songs mit einem Hang zur Ballade.

Das letzte Wort beim Liedermacherkonzert hat dann aber doch Gerhard Gundermann. Da das große Vorbild jedoch vor knapp 20 Jahren gestorben ist, kommt dieses letzte Wort aus den Mündern der Fuchstal-Chaoten, die Gundermann covern - Organisator Landmann zufolge mit besonderer Spielfreude.

Da auch der Sommer in diesem Jahr ein wenig anders ausfällt als gewohnt, wird von vornherein eine Schlecht-Wetter-Variante mitgedacht: Die Konzerte finden dann im Bootshaus in der Europäische Jugenderholungs- und Begegnungsstätte statt, kurz EJB. Das Haus befindet sich rund 900 Meter weiter Richtung Joachimsthal.

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