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Lüdersdorfer Ortskern bekommt größere Rohre / Fertigstellung der Maßnahme voraussichtlich Anfang September

Neue Leitungen für Regenwasser

Ist es schon passgenau? Thomas Phielipp setzt das neue Rohr für die Regenentwässerung zur Probe an. Der Schacht musste erweitert werden, da die alten Rohre kleiner waren.
Ist es schon passgenau? Thomas Phielipp setzt das neue Rohr für die Regenentwässerung zur Probe an. Der Schacht musste erweitert werden, da die alten Rohre kleiner waren. © Foto: MOZ/Katrin Hartmann
Katrin Hartmann / 04.08.2017, 06:00 Uhr
Lüdersdorf (MOZ) Mit Wasser hat Thomas Phielipp dieser Tage viel zu tun. Meistens steht er sogar darin. Wenn alles fließt, ist er zufrieden. Der Tiefbauer kümmert sich mit seinen Kollegen darum, dass Lüdersdorf wieder eine ordentliche Regenentwässerung bekommt.

Seit einigen Wochen sind die Arbeiter nun schon vor Ort, um die Risse, die sich bereits in der Oberfläche gezeigt hatten, zu beheben. "Die Mängel waren bereits als Erdaufbrüche sichtbar", sagt Rainer Schönberg, Planer, Bauingenieur und Projektleiter des Technischen Büros für Wasserwirtschaft & Landeskultur GmbH aus Bad Freienwalde, das von der Stadt Wriezen mit der Maßnahme betraut wurde.

Das wäre nicht mehr lange gut gegangen, schätzt Schönberg das Alter und die Beanspruchung der Leitungen ein. "Beim Bau entsprachen sie natürlich noch den Normen und Ansprüchen", sagt der Planer. Da in den vergangenen Jahrzehnten jedoch mehr Einflüsse hinzugekommen sind, etwa mehr Grundstücke, litt die Regenentwässerung unter der erhöhten Inanspruchnahme. "Die Rohre wurden in den 50er-Jahren verlegt", schätzt Rainer Schönberg ihr Alter, "und haben damit jetzt einfach ihre Nutzungsdauer erreicht." Die liege in etwa bei 60 Jahren, so der Planer. Verlegt wurden sie damals vom alten Gutshof kommend hinunter in die Senke bis zum Dorfende, so Rainer Schönberg.

Mit der Erneuerung der Leitungen kommt auch eine weitere Veränderung hinzu, sagt Rainer Schönberg. Es müssen größere Rohre verlegt werden. "Erst waren es 300er Rohre, nun sind es 400er", zeigt Rainer Schönberg auf ein altes Betonrohr und ein neues danebenliegendes Kanalgrundrohr aus PVC - Polyvinylchlorid -, welches im Durchmesser etwas breiter ist. Die hydraulischen Messungen der Regenwassermengen hatten im Vorfeld ergeben, dass eine größere Nennweite beim Durchmesser der Rohre gebraucht werde, sagt der Bauingenieur. Auch der Starkregen in den vergangenen Wochen habe die Messungen bestätigt.

Bei dem Wetter konnten die Arbeiter mit der Baumaßnahme natürlich nicht fortfahren, sagt Rainer Schönberg. "Wir hoffen jetzt, dass es in den kommenden Wochen nicht mehr so stark regnet."

Auf die Frage, warum die Aufbrüche nicht punktuell ausgetauscht wurden, hat Rainer Schönberg eine einfache Antwort: "Das wäre einfach zu unwirtschaftlich gewesen." Insgesamt werden nun 77 Meter Leitungen ausgetauscht. Ein großes Stück haben die Tiefbauer bereits geschafft. Derzeit stehen die Absperrbaken vor dem WE-Block. "Wir haben uns von hinten in Richtung Dorfkern gearbeitet", sagt Rainer Schönberg. Einiges sei allerdings noch zu tun - etwa das Zuschütten der aufgegrabenen Schächte sowie die Begrünung der Erdoberfläche. Auch einige Grundstückszufahrten sind noch nicht fertig bearbeitet, so Rainer Schönberg. "Aber das regeln wir mit den Anwohnern individuell." Er rechnet mit einem Bauende Anfang September oder gar früher.

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