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Christof Nickel und Karl-Heinz Schwoch schreiben Altranfter Geschichte auf / Ortschronik gut nachgefragt

Zweitauflage möglich

Zum Nachlesen: Christof Nickel und Karl-Heinz Schwoch bewahren die Altranfter Geschichte für die Nachwelt
Zum Nachlesen: Christof Nickel und Karl-Heinz Schwoch bewahren die Altranfter Geschichte für die Nachwelt © Foto: MOZ/Heike Jänicke
Heike Jänicke / 04.08.2017, 07:30 Uhr
Altranft (MOZ) Sie kennen sich mit der Geschichte des Bad Freienwalder Ortsteils aus - Christof Nickel und Karl-Heinz Schwoch. Die beiden Rentner haben vor fünf Jahren die erste Chronik von Altranft geschrieben. Weil diese schon fast vergriffen ist, denken sie über eine Zweitauflage nach.

Christof Nickel scheint ein wandelndes Altranfter Geschichtsbuch zu sein. Schnell sprudeln die Antworten aus ihm heraus, wenn es um die Historie des größten Bad Freienwalder Ortsteils geht. Kein Wunder, stammt er doch aus einer der ältesten Altranfter Bauernfamilien ab. Die ist seit 1678 im Ort ansässig. Daher liegt es wohl nahe, dass Christof Nickel ein Faible für die Bewahrung der Geschichte seines Heimatortes hat. Als Ortschronist versucht er, die kleinen und großen Ereignisse für die Nachwelt festzuhalten, nicht als lose Blattsammlung, sondern als kompaktes Werk.

Das ist ihm gemeinsam mit Karl-Heinz Schwoch vor fünf Jahren gelungen. Da erschien die überhaupt allererste Ortschronik von Altranft. Bis dahin habe es ein solches Werk nicht gegeben, erzählt Christof Nickel am Montagabend am Rande der Wiedereröffnung des Gemeindezentrums und berichtet weiter, dass die beiden Chronisten eine Vorlaufzeit von sage und schreibe sechs Jahren gebraucht haben. "Wir hatten kaum Material, das uns vorgelegen hat", so der 80-Jährige.

In die Chronik eingeflossen sind zum einen seine Erinnerungen und die Erzählungen seiner Familie. Zum anderen seien sie in verschiedenen Archiven fündig geworden, so unter anderem im Kreisarchiv, im Eberswalder Archiv sowie im Landesarchiv Brandenburg. Hilfreich sei auch die Chronik der früheren LPG (T) Altranft gewesen, die Klaus Rohloff anlässlich des 25-jährigen Bestehens der LPG Altranft verfasst hatte.

Als die beiden Altranfter Geschichtsschreiber der Meinung waren, über ausreichend Material zu verfügen, standen sie vor der Frage, wie sie die einzelnen Fotos und Texte zu einem Ganzen zusammenfügen. Hilfe holten sie sich bei Klaus Neitmann vom Landeshauptarchiv. Mit ihm sprachen sie über die Chronik, erarbeiteten ein Konzept.

Umsetzen mussten es Christof Nickel und Karl-Heinz Schwoch allein. Dass ihnen das offenbar gut gelungen ist, das verrät die Zahl der noch vorhandenen Exemplare. Erschienen ist die Ortschronik mit einer Auflage von 500, übrig sind noch 130 Stück.

Wer sich für die Chronik interessiert, findet diese in der Bad Freienwalder Tourist-Information, im Oderbruch Museum Altranft und bei Christof Nickel, Lange Wiese 25 in Altranft. "Diese Chronik ist kein wissenschaftliches Werk", betont der 80-Jährige. Es handele sich dabei um eine reine Materialsammlung. Der Verkaufserlös, ein Exemplar kostet 19,50 Euro, fließt nicht in die private Kasse der beiden Autoren, wie vielleicht der eine oder andere glauben mag. Der Erlös dient der Refinanzierung der Kosten. Denn vor fünf Jahren waren die Jagdgenossenschaft und der Traditionsverein Altranft in die Bresche gesprungen und hatten die Finanzierung übernommen, sagt Christof Nickel.

Und weil die Chronik so gut angenommen werde, die Stadt habe jetzt ebenfalls zwölf Exemplare für repräsentative Zwecke geordert, denken Christof Nickel und Karl-Heinz Schwoch (81) über eine Zweitauflage nach.

Parallel zur Ortschronik erscheinen Begleithefte unter dem Titel "Altranft - Unsere Geschichte erzählt". Bisher seien es sechs an der Zahl, so Karl-Heinz Schwoch. In den Heften werden Themen aufgegriffen, die in der Chronik nicht ausführlich beleuchtet werden konnten. "Darin stellen wir mehr die Menschen in den Vordergrund. Die Altranfter sollen sich wiederfinden", so der Chronist. Pro Heft werden 100 Stück gedruckt.

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