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Kauf auf komplett eigene Kosten

Das LF16 auf W50 (Baujahr 1983) während des Sommerfestes 2016 in Mögelin. Am 12. August wird wieder gefeiert zwischen Feuerwehrdepot und Kirche. Es gibt auch Rundfahrten im Fahrzeug, das aber nach Ansicht der Kameraden längst ausrangiert gehört.
Das LF16 auf W50 (Baujahr 1983) während des Sommerfestes 2016 in Mögelin. Am 12. August wird wieder gefeiert zwischen Feuerwehrdepot und Kirche. Es gibt auch Rundfahrten im Fahrzeug, das aber nach Ansicht der Kameraden längst ausrangiert gehört. © Foto: privat
Rene Wernitz / 04.08.2017, 16:58 Uhr
Mögelin/Premnitz (MOZ) Allmählich verschwinden die großen roten Oldies aus dem Feuerwehralltag. Die W50-Löschfahrzeuge aus DDR-Fabrikation sind längst in die Jahre gekommen. Im Frühling hatte sich Nitzahn (Gemeinde Milower Land) von seinem 1988 erstmals zugelassenen Oldie verabschieden können. 250.000 Euro kostete der Gemeinde die Neuanschaffung. 320.000 Euro will die Stadt Premnitz, vorbehaltlich der Zustimmung durch die Stadtverordneten, in ein neues Löschfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr im Ortsteil Mögelin investieren.

Laut Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) werde es keine Förderung durch das Land geben, auf die man zunächst in der Stadt gehofft hatte. "Plan B", wie Tebling ihn gegenüber BRAWO nennt, sieht nun so aus, dass man sich an einer Ausschreibung des Landes für Feuerwehrtechnik beteiligen wolle. Das sei auch schon beim Land so angezeigt worden. Allerdings steht in Potsdam nochnicht fest, wann die Ausschreibung erfolgen soll, wie der Bürgermeister erklärt. Indes will er bereits in die SVV am 28. September den Vorschlag einbringen, den Kauf aus eigenen kommunalen Mitteln zu stemmen. Dafür rutscht diese Anschaffung auf der Premnitzer Prioritätenliste für Investitionen von derzeit auf Platz 10 auf Platz 2, wenn die Stadtverordneten dem so zustimmen.

Bereits im Herbst vorigen Jahres war der Mögeliner Oldie durch die Lokalmedien gegangen. Er wurde 1983 gebaut. Olaf Lück vom Feuerwehrvereinsvorstand im Premnitzer Ortsteil meint: "Wir sind immer wieder froh, wenn wir nicht nur rechtzeitig, sondern überhaupt am Einsatzort mit unserem 34 Jahre alten Löschfahrzeug LF16 auf W50 eintreffen".

Ein 35 Jahre alter W50 war Anfang des Jahres in Buschow ausrangiert worden. Er machte Platz für ein erst 20 Jahre altes Fahrzeug aus Nennhausen. Es war dort durch eine Neuanschaffung im Wert von 330.000 Euro ersetzt worden. Da hatte es aber mit der Förderung geklappt. 147.000 Euro flossen als Fördermittel vom Land, und das Amt Nennhausen brachte einen Eigenanteil von 183.000 Euro auf.

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