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Feuerwehrausschuss besichtigt Schulzendorf, Lüdersdorf und Biesdorf / Mitglieder planen Konzept mit Prioritätenliste

Mehr Garage als Gerätehaus

Katrin Hartmann / 06.08.2017, 06:30 Uhr
Lüdersdorf / Biesdorf (MOZ) Ohne offenes Tor und den Blick auf das Feuerwehrfahrzeug wäre das Lüdersdorfer Feuerwehrgerätehaus kaum als solches erkennbar. Auch die Mitglieder des Wriezener Feuerwehrausschusses hatten Schwierigkeiten, es als normale Garage nicht zu übersehen. Ortswehrführer Thomas Gieseler, einige andere Feuerwehrmänner und Lüdersdorfer hatten das Tor zum Gerätehaus geöffnet, um den Ausschussmitgliedern Einblick in ihre Abstellfläche zu gewähren. Was dort sichtbar wurde, erzählt von langjähriger und überholter Nutzung: ein marodes Dach, Feuchtigkeit in den Wänden und wenig Platz für Ausrüstung, geschweige denn zum Umziehen. Und das kann künftig weiter zum Problem werden, denn mittlerweile haben sich fünf Frauen aus dem Dorf als Anwärterinnen für den Feuerwehrdienst vorgestellt. "Darüber freuen wir uns sehr", sagte Thomas Gieseler. Aber für die bislang elf aktiven Feuerwehrmänner und den Zuwachs komme es so auch zu Platzproblemen. "Wir haben hinten zwar noch einen kleinen separaten Raum", sagte Thomas Gieseler. Aber auch darin ist wenig Platz, weil ein Teil der Ausstattung dort untergebracht ist. Die Bekleidung befindet sich weiter vorn in der Garage. Dort leidet sie unter der Feuchtigkeit in den Wänden. "Die Lagerung ist wirklich ein Problem", bemerkte Andreas Rosch, stellvertretender Ortswehrführer Wriezens. Zwar sorge ein kleiner Heizkörper dafür, dass die Luft, insbesondere im Winter, nicht allzu kalt in dem Bau sei, für ausreichend Trockenheit zur sachgemäßen Lagerung der Ausstattung sorge das allerdings nicht. "Wenn die Kleidung feucht ist und nicht richtig trocknen kann, fängt sie schnell an zu stocken", berichtet Andreas Rosch.

Auch in Biesdorf besteht dieses Problem. Das Haus dort, welches die Ausschussmitglieder im Anschluss besichtigten, wurde von den Feuerwehrmitgliedern in Eigenregie errichtet, erzählte Ortswehrführer Dirk Behnke. Einen Heizkörper oder ähnliches gebe es dort nicht. "Umziehen müssen wir uns im Gemeindehaus", erklärte Dirk Behnke. Das liege zwar nebenan, aber koste auch Zeit, wenn es schnell gehen muss. In dem Gemeindehaus befinden sich ferner Toiletten, die es im Gerätehaus auch nicht gebe. Ebenfalls in Eigenarbeit wollen die Biesdorfer Feuerwehrmänner nun einen Unterstand bauen, um dort Ausrüstung, die nicht im Haus Platz findet, lagern zu können.

Diese Zustände sind unzumutbar, stellten nicht nur die Feuerwehrangehörigen, die mit den Problemen schon vertraut sind, fest, sondern auch der Feuerwehrausschuss. Vorher noch hatten die Mitglieder das Schulzendorfer Gerätehaus angeguckt, in dem es ähnliche Probleme gibt.

Bei der anschließenden Runde im Rathaus hielt der Ausschuss daran fest, dass ein Konzept erarbeitet werden muss. Baustellen gebe es viele, die Frage sei nur, welche am eiligsten abgearbeitet werden müssen.

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