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Rund 2000 Gäste kamen von beiden Seiten der Oder / Fähre legte nach dem Feuerwerk das letzte Mal ab

Neue Vorhaben schon im Blick

Blick auf das Feuerwerk auf polnischer Seite: Auf der Oderfähre "Bez Granic" und am Anleger in Güstebieser Loose hatten sich dazu gegen 22 Uhr mehrere hundert Zuschauer eingefunden. Auch von polnischer Seite kamen den ganzen Tag über zahlreiche Besucher.
Blick auf das Feuerwerk auf polnischer Seite: Auf der Oderfähre "Bez Granic" und am Anleger in Güstebieser Loose hatten sich dazu gegen 22 Uhr mehrere hundert Zuschauer eingefunden. Auch von polnischer Seite kamen den ganzen Tag über zahlreiche Besucher. © Foto: MOZ/Anett Zimmermann
Anett Zimmermann / 06.08.2017, 19:56 Uhr
Güstebieser Loose (MOZ) Das schönste Versprechen gab am Sonnabend, bevor die Fähre "Bez Granic" das letzte Mal ablegte. "Im nächsten Jahr feiern wir in Gozdowice", verkündete Neulewins Bürgermeister Horst Wilke nach der herzlichen Verabschiedung von Andrzej Salwa, seinem Amtskollegen aus Mieszkowice.

Das Bild wird nicht nur Marion und Wolfo Katiofsky im Gedächtnis bleiben: Horst Wilke, Bürgermeister von Neulewin, und Heidemarie Kiehl, Ortsvorsteherin von Güstebieser Loose, winken am Sonnabend kurz nach dem Feuerwerk der Fähre "Bez Granic" hinterher. Und auch auf dem von einem Schaufelrad betriebenen Schiff sind im Scheinwerferlicht noch einige Zeit sich hin und her bewegende Hände zu sehen. Die beiden Hamburger hatte es per Zufall auf die Oderwiesen verschlagen. "Wir haben erst vor zwei Monaten das Oderbruch für uns entdeckt", erzählte Wolfo Katiofsky auf dem Rückweg zu einem der beiden extra eingerichteten Parkplätze. "Wir waren am Nachmittag auf dem Oder-Neiße-Radweg unterwegs, als wir zwei jungen Frauen begegneten, die uns begeistert von dem Fest erzählten."

Begonnen hatte es am Freitagnachmittag mit dem Sommerfest der Senioren und der Festveranstaltung am Abend, an dem ebenfalls polnische Gäste teilnahmen. Wolf-Dieter Hickstein, Bürgermeister von Reichenow-Möglin, hatte dabei als Vertreter des Amtsausschussvorsitzenden, seinem Prötzeler Kollegen Rudolf Schlothauer, an mehrere Ereignisse erinnert, die an diesem Wochenende im Mittelpunkt stehen sollten - darunter 70 Jahre Eishochwasser mit Überflutung des Oderbruches, 25 Jahre Amt Barnim-Oderbruch und zehn Jahre Fähre "Bez Granic" Gozdowice/Güstebieser Loose. Weil die Rede viel zu lang ausfiel, hielten sich seine Nachfolger um so kürzer.

So auch Brandenburgs Europaminister Stefan Ludwig. Er bedauerte, dass die Fähre bisher keine Nachahmer auf der Oder gefunden habe. Zugleich beglückwünschte er die Region zum Mut zur Zusammenarbeit mit polnischen Partnern. Er freue sich bereits auf den Umbau der Brücke Bienenwerder: "Diese Radverbindung wird noch mehr Gäste ins Oderbruch locken."

Deutlich mehr Radfahrer gen Fähranleger als auf dem Oder-Neiße-Radweg wurden tags darauf am Infopunkt wahr genommen. Doch in dieser Richtung wird und wurde nicht gezählt. Amtdirektor Karsten Birkholz war allerdings nicht der Einzige, der am Abend von insgesamt 2000 Festbesuchern ausging.

Zweimal hatten sich die Gäste am Nachmittag bei Regen ins dann knüppelvolle Zelt gedrängt - mit dem Ergebnis, dass der Kuchen, den die polnischen Landfauen gebacken hatten, restlos verkauft war und auch die Präsentationen der Vereine besser wahrgenommen werden konnten. Einheimische und Gäste genossen später den lauen Sommerabend, kamen ins Gespräch und strömten auch zunehmend auf die Tanzfläche.

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