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Annedore Weser erhält Einladung vom Bundespräsidenten

Annedore Weser fährt erneut ins Schloss Bellevue
Annedore Weser fährt erneut ins Schloss Bellevue © Foto: MZV
Burkhard Keeve / 10.08.2017, 05:53 Uhr
Lehnitz (bu) Das haut die stärkste Frau um! Als Annedore Weser aus Lehnitz vor wenigen Tagen Post erhielt, musste sie sich, nachdem sie den schlichten weißen Briefumschlag geöffnet hatte, erst einmal setzen. Prangte doch am Kopf des Schreibens der goldene Bundesadler. Da ahnte sie zwar etwas, konnte es aber immer noch nicht glauben. War sie doch schon einmal - 2008, damals von Amtsinhaber Horst Köhler - zum Bürgerfest des Bundespräsidenten ins Schloss Bellevue nach Berlin eingeladen worden. "Und jetzt zum zweiten Mal! Ich bin gerührt, glücklich und stolz", fasst Annedore Weser ihre Gefühlslage zusammen. Dieses Mal sind es Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender, die die Lehnitzerin am 8. September in den Park von Schloss Bellevue eingeladen haben.

Wer Annedore Weser die Freude bereitet, sprich: wer sie vorgeschlagen hat, entzieht sich ihrer Kenntnis. Im Zentrum des gesellschaftlichen Ereignisses steht das ehrenamtliche Engagement, und geladen sind Gäste, "die das Ehrenamt in herausragender Weise mit Leben erfüllen", wie es in dem Schreiben mit dem goldenen Bundesadler steht.

Und Engagement und Ehrenamt kann Annedore Weser ohne Weiteres tonnenweise vorweisen, könnte man es wiegen. Nächstes Jahr werden die Weser-Singers 30 Jahre alt. 25 Jahre lang hat sie Kindern und Jugendlichen das Singen und Tanzen beigebracht. "Ich habe versucht, ihnen dabei Werte zu vermitteln", sagt sie, "Rüstzeug fürs Leben", das stets mit dem sozialen Gedanken verbunden ist. Das Programm für ihre Auftritte mit den Weser-Singers hat sie mit den jungen Teilnehmern besprochen. "Denn nur wenn sie es verstanden, konnte der Funke zum Publikum überspringen", so Annedore Weser.

Sie hat eine große Fan-Gemeinde. Manche kommen seit Jahrzehnten zu ihren Auftritten, auch am 30. September wieder. Dann gibt sie im Lehnitzer Kulturhaus ihr zwölftes selbstorganisiertes Benefiz-Konzert. Der Erlös kommt dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zugute. Insgesamt kommt sie auf 24 Benefiz-Konzerte, darunter acht Mal mit dem Stabsmusikorchester der Bundeswehr, aber auch mit "Keimzeit" und "Plekwek" sowie dem Minsker Knabenchor.

Verdient hat sie nichts damit. Im Gegenteil. Der Aufwand ist groß, weil sie vieles selbst stemmt. Vom Schreiben der Einladungen, den Absprachen, über das Decken der Tische und Dekoration bis zum Kartenverkauf und dem Aufräumen - nicht zu vergessen das Musikprogramm. Sie steht dabei selbst auf der Bühne, entweder allein oder mit ihrer Tochter Juliane. Sie - Juliane - kommt übrigens wie schon 2008 wieder mit zum Bundespräsidenten. "Das Outfit habe ich schon", sagt sie und freut sich wie ihre Mutter auf den tollen Tag im Berliner Bellevue.

120 Karten für das Konzert am 30. September sind schon verkauft. Einige Tickets für 15 Euro gibt es noch. Telefon 03301 52445.

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