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1977 zogen die ersten Zuchttiere in Hohenwalde ein / Pferdetage finden am Wochenende zum 34. Mal statt

Reiterhof feiert 40. Geburtstag

Sonja Jenning / 11.08.2017, 06:40 Uhr
Hohenwalde (MOZ) Am Wochenende finden die 34. Hohenwalder Pferdetage statt. Gleichzeitig wird auch ein kleines Jubiläum gefeiert, nämlich das 40-jährige Bestehen des örtlichen Pferdehofes, in dessen Chronik die MOZ aus diesem Anlass mal geblättert hat.

Hohenwaldes Ortschronistin Hannelore Skirde ist es zu verdanken, dass die Geschichte des Pferdehofes nicht verloren gegangen ist. Schon 2007 hat sie im Auftrag des damaligen Verwalters Heinrich Stürmer eine Chronik der Anlage erstellt und nun um die wichtigsten Ereignisse der vergangenen zehn Jahre ergänzt. Offiziell an das Jubiläum erinnert wird am Sonntagvormittag bei einer kleinen Festveranstaltung für geladene Gäste, die Heinrich Stürmer, der im vergangenen Jahr nach seinem 75. Geburtstag seine Tätigkeit als Verwalter beendete, organisiert hat.

Heinrich Stürmer war es auch, der im September 1977 die Frankfurter Zucht- und Sportpferde des Volkseigenen Gutes (VEG) Nuhnen nach Hohenwalde brachte. Ab 1. Januar 1978 trug der Pferdehof Hohenwalde den Titel "Betrieb mit staatlich anerkannter Pferdezucht". Als ein Jahr später die 1. Hohenwalder Pferdetage stattfanden, "geschah dies auf einer der schönsten Pferdesportanlagen der DDR", schreibt Hannelore Skirde in der Chronik. Die Pferdetage sollten zu einer Tradition werden, die jährlich - bis auf 1990 bis 1992 sowie 2013 - zahlreiche Pferdebegeisterte anzieht. Zu den Startern gehören namhafte in- und ausländische Reiter. Zu DDR-Zeiten bestanden die Hauptaufgaben des Pferdehofes in der Reproduktion des eigenen Pferdebestandes, der eigenen Reitpferdausbildung für die Betriebssportgemeinschaft der VEG Obstproduktion in Markendorf, dem Export von Pferden, der Reit- und Fahrausbildung sowie der Blutserumgewinnung. Als die Treuhand das VEG samt Pferdehof übernahm, standen rund 100 Tiere in den Stallungen.

Es folgten unsichere Jahre, denen erst der Berliner Unternehmer Heinz Laternsa ein Ende bereitete, als er 1993 den Hof erwarb. Heinz Laternsa investierte in die Anlage, zuletzt ließ er 2013 eine neue Reithalle bauen. Kurz nach seinem unerwarteten Tod versprach seine jüngste Tochter, Tahnee Laternser, in ihrer Grußansprache zu den 32. Pferdetagen öffentlich vor den Besuchern eine Weiterführung des Hofes durch die Erben. Dessen Zukunft ist seit dem 1. November 2015 geklärt, als Wolfgang Schücke die Pacht übernahm. Der Unternehmer, der bereits zu DDR-Zeiten eine Verbindung zum Pferdehof hatte, erklärte der Hobbyreiter, Pferdehalter sowie Freizeitreiter zu seiner Hauptzielgruppe. Derzeit werden 48 Pferde auf dem Hof betreut, zu dem auch Dressur-, Spring- und Turnierplatz, ein Schulungs- und Longierplatz, eine moderne Reithalle, Koppeln für den täglichen Auslauf der Pferde sowie Zelt- und Wohnwagen-Stellplätze gehören.

Programm der Pferdetage


■ Sowohl am Sonnabend als auch am Sonntag wird es jeweils ab 7.30 Uhr bis zum Abend insgesamt 24 Dressur- und Springprüfungen der Klassen E bis S sowie ein Kostümspringen der Klasse E geben.
■ Eingebettet sind die Qualifikation zum "Ludger-Beerbaum-Cup - 25 Jahre" sowie Prüfungen der LOS-Kreismeisterschaften.
■ Vor allem etwas fürs Auge wird das Schaubild am Sonnabendnachmittag um 15.30 Uhr sein. Zwei Reiter auf den Friesenhengsten Webber und Wunder sowie die jüngsten Cheerleader der Red Cocks zeigen, wie gut zwei Sportarten harmonieren.
■ Für das leibliche Wohl sorgen mehrere Essensstände, und für die kleinsten Besucher gibt es ein Kinderkarussell, eine Hüpfburg und einen Mal- und Bastelstand.

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