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Biesdorfer Grünstraße wird bei großen Regenmengen unterspült / Dorfteich indes ausgetrocknet

Anwohner beklagen fehlende Rinnen

Gabelung, die bei Regen unterspült wird: Hier sammelt sich das Wasser in der Biesdorfer Grünstraße.
Gabelung, die bei Regen unterspült wird: Hier sammelt sich das Wasser in der Biesdorfer Grünstraße. © Foto: MOZ/Katrin Hartmann
Katrin Hartmann / 12.08.2017, 06:20 Uhr
Biesdorf (MOZ) Wenn es regnet, wendet Gerd Woike seinen Blick nicht gern in Richtung Biesdorfer Gemeindehaus. Der Anwohner der Grünstraße, einem unbefestigten Weg parallel zur Dorfstraße, kann dann nämlich beobachten, wie sich die obere Sandschicht langsam den Weg hinunter schiebt. "So wird die Oberfläche ausgespült", sagt der Anwohner. Mit Instandhaltung habe das nicht viel zu tun, so Woike. "Sogar der darunterliegende Schotter fließt bei starkem Regen mit", fügt Oliver Mollenhauer, ebenfalls Anwohner, hinzu.

Am Wegesrand befinden sich profilierte Gräben zur Regenentwässerung, die teilweise mit Rohren unterführt sind. Die funktioniere aber nur auf einem Teil der Strecke, so Gerd Woike. Dort, wo sich das Regenwasser sammele, gebe es weder Rohre noch Rinnen, durch die es in die Gräben abfließen kann. "Ich hatte mich bereits ans Bau- und Ordnungsamt der Stadt gewendet und darauf aufmerksam gemacht", sagt Gerd Woike. Passiert sei bislang aber nichts.

Insbesondere an der Kreuzung Grünstraße und Dorfstraße am Gemeindehaus fehle eine entsprechende Vorrichtung. "Eine Betonrinne, die das Wasser von der Straße in den Graben leitet, würde bereits helfen", sagt Gerd Woike. Denn gerade diese Stelle bilde einen Fixpunkt für das Unterlaufen der Straße, so der gebürtige Biesdorfer.

Besonders die Anwohner, deren Grundstücke sich an den tiefer gelegenen Stellen befinden, sind Leidtragende der Unterspülung. "Denn dort fließt alles rein", sagt Gerd Woike. Die Versiegelung durch die Zufahrten trägt zudem dazu bei, dass das Wasser nicht gleichmäßig verteilt abfließen kann.

Probleme, wie diese, zeigen sich an mehreren Stellen im Stadtgebiet. Auch andere Ortsteile sowie die Stadt Wriezen selbst weisen unterspülte Wege auf. Gerd Woike und Oliver Mollenhauer haben Verständnis dafür, möchten die Aufmerksamkeit allerdings darauf richten. "Wenn die Wege instand gehalten werden sollen, darf nicht gewartet werden, bis es nicht mehr geht", sagt Oliver Mollenhauer.

Auch an der unteren Gabelung auf Höhe der Biesdorfer Kirche fehle ein Rohr zur Weiterführung des Regenwassers. Weil dieses fehlt, könne ein Gros des Wassers nicht mehr in den ehemaligen Dorfteich, der schon seit vielen Jahren trocken ist, fließen. "Wir haben mal angefangen, den Bewuchs aus dem Teich wieder herauszunehmen, aber wenn kein Wasser drin ist und er nicht gepflegt wird, wächst er wieder zu", so Mollenhauer.

Dabei würde sich die Senke besonders gut für den Feuerwehrteich, der sich derzeit auf der Festwiese befindet, eignen, so Mollenhauer. Würde der Teich verlegt, wäre die Fläche der Festwiese zudem größer.

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