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Abgeordnete Kirsten Tackmann: "Auflagen müssen verhältnismäßig sein"

Linke hört Nöte der Landwirte an

Auf der Burg Friedland: Die Bundestagskandidaten der Linken Kirsten Tackmann und Thomas Nord mit dem Kreistagsabgeordneten Stephan Wende (v.l.)
Auf der Burg Friedland: Die Bundestagskandidaten der Linken Kirsten Tackmann und Thomas Nord mit dem Kreistagsabgeordneten Stephan Wende (v.l.) © Foto: MOZ/Ruth Buder
Ruth Buder / 12.08.2017, 08:35 Uhr
Friedland (MOZ) Die Bundestagsabgeordneten der Linken Kirsten Tackmann und Thomas Nord haben am Donnerstag landwirtschaftliche Betriebe der Region beziehungsweise ihres Wahlkreises besucht. In der Landfleischerei Lehmann in Heinersdorf, der Fischereigenossenschaft Köllnitz und der Agrargenossenschaft Friedland machten sie sich ein Bild über die Nöte der in der Landwirtschaft Beschäftigten. Am Abend kamen sie mit Kommunalpolitikern ihrer Partei auf der Burg Friedland zusammen, um zu grillen, sich auszutauschen und die Rundfahrt auszuwerten.

Kirsten Tackmann, die Brandenburger Spitzenkandidatin der Linken für die kommende Bundestagswahl, betonte: "Uns geht es im Wahlkampf nicht um schöne Bilder, wir wollen dahin gehen, wo die Probleme sind." Oft hätte sie von ihren Gesprächspartnern bestätigt bekommen, wofür sie sich seit Langem als agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion einsetze. "In der Landfleischerei haben wir gehört, dass die Auflagen in der Lebensmittelproduktion zu hoch und für ein kleines Unternehmen kaum zu erfüllen seien", berichtete Kirsten Tackmann. Wenn man die regionale Produktion befördern wolle, wie es auch auch viele Verbraucher wünschten, müssten die Auflagen maßvoller sein und den Betriebsgrößen angepasst werden. "Hier wird ja nicht für Hundertausende produziert wie in den großen Konzernen", sagte Tackmann.

Auch in der Fischereigenossenschaft Köllnitz habe man sich über den großen Druck durch Behörden beklagt, der in keinem Verhältnis zu den Belangen der Bewirtschaftung und des Naturschutzes stehe. Ebenso seien unverhältnismäßige bauliche Auflagen für kleine Landwirtschaftsbetriebe, die oft ums Überleben kämpften, schädlich für die Entwicklung im ländlichen Raum. "Diese Probleme müssen viel sensibler wahrgenommen werden, sowohl vom Gesetzgeber als auch von den Behörden." Wenn mehr regionale Produkte in den Einzelhandel sollen, dann müsse der Druck raus, den Konzerne ausübten. "Das ist eine Systemfrage", sagte die Bundespolitikerin. An dem Eierskandal habe sich erneut gezeigt, was in der Landwirtschaft schief laufe. "Man muss mehr auf die Verbraucher hören und auf das, was die Leute auf dem Dorf wollen." Das sterbe nicht aus, viele sähen hier auch weiter ihre Zukunft.

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