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Gemeinsame Show von Cheerleadern und Reitern bei den Hohenwalder Pferdetagen

Premiere mit Pompons

Vor dem Auftritt: Cheerleaderin Anna Schulz (links) und Reiterin Emily Tietz mit dem Friesenhengst Wunder.
Vor dem Auftritt: Cheerleaderin Anna Schulz (links) und Reiterin Emily Tietz mit dem Friesenhengst Wunder. © Foto: MOZ/Sonja Jenning
Sonja Jenning / 14.08.2017, 06:00 Uhr
Hohenwalde (MOZ) Das Schaubild am Sonnabendnachmittag ist eine feste Tradition im Rahmenprogramm der Hohenwalder Pferdetage. Bei der 34. Auflage der Veranstaltung gab es eine Premiere: Erstmals traten Reiter des Pferdehofes und die Diamonds Cheerleader der Red Cocks gemeinsam auf.

An die raschelnden, roten Pompons der Cheerleader haben sich die Friesenpferde Wunder und Webber inzwischen gewöhnt. Selbstverständlich ist das nicht. "Pferde sind Fluchttiere und Neuem gegenüber erst einmal skeptisch", sagt Emily Tietz. Die 17-Jährige reitet, seit sie zehn ist. Wunder ist ihre Reitbeteiligung. Das bedeutet, sie pflegt, versorgt und reitet den zehn Jahre alten Friesen, der ebenso wie Webber seit 2013 zum Hohenwalder Pferdehof gehört.

Mit ihren wallenden Mähnen und der stolzen Haltung sind die beiden Hengste die heimlichen Stars der Hohenwalder Pferdetage. Alljährlich ziehen sie die Blicke des Publikums beim Showprogramm, dem sogenannten Schaubild, auf sich. Für dieses Jahr hat sich Organisatorin Silke Pöschke vom Verein "Hohenwalder Pferd und Reiter" etwas besonderes einfallen lassen: Webber und Wunder treten gemeinsam mit 15 Cheerleadern auf, die sonst die Footballer der Red Cocks unterstützen. "Wir wollen zeigen, wie gut die beiden Sportarten miteinander harmonieren", sagt Emily Tietz.

"Cheerleading und Reiten haben eine Menge gemeinsam", findet Anna Schulz. Die 23-Jährige muss es wissen, immerhin kann sie beides. "Es sind Randsportarten, die mit Klischees zu kämpfen haben. Viele sagen: Das ist gar kein Sport. Reiter sitzen nur auf ihrem Pferd, Cheerleader hampeln nur herum", berichtet die junge Frau. Mit ihrem Programm wollen Cheerleader und Reiter zeigen, wie wenig an diesen Vorurteilen dran ist.

Zu sehen sind charakteristische Elemente der jeweiligen Sportart: Bei den Reitern Dressurfiguren und synchrone Gangarten, bei den Cheerleadern turnerische Elemente, Sprünge und Hebefiguren - und das alles nach einer einstudierten Choreografie zu bekannten Filmtiteln aus Rocky, Transformers, Fluch der Karibik und Mission Impossible. "Neben unseren eigenen Proben hatten wir vier gemeinsame Termine, bei denen wir die Pferde an die Pompons und die Musik gewöhnt und das richtige Timing geübt haben", erzählt Anna Schulz. Aufeinander abgestimmt sind auch die Kostüme. "Das war relativ einfach, denn Schwarz und Rot, die Farben der Diamonds, passen perfekt zu den schwarzen Friesen", sagt Emily Tietz.

Sorgen bereitet den beiden jungen Frauen am Sonnabendvormittag nur das Wetter. "Es ist ziemlich kühl, daher müssen wir uns gut aufwärmen", sagt Anna Schulz. Zum Glück bleibt der Regen am Nachmittag aus. Und das Publikum applaudiert nach einer gelungenen Premiere mit flatternden Pferdemähnen und Pompons und Sprüngen auf zwei und vier Beinen.

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