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Eisenhüttenstädter Awo führte 21. Sommer-Kunst-Werkstatt für Jugendliche durch

21 kreative Geister

Unterm schützenden Zelt:  Liane Knauth von der Awo schaut ihren Schützlingen über die Schultern und spart nicht mit Ratschlägen. Jule Sandke (links) und Miriam Hebbe sind dafür dankbar. Daneben: Katja Kowatzki, Jugend-Koordinatorin aus Neuzelle
Unterm schützenden Zelt:  Liane Knauth von der Awo schaut ihren Schützlingen über die Schultern und spart nicht mit Ratschlägen. Jule Sandke (links) und Miriam Hebbe sind dafür dankbar. Daneben: Katja Kowatzki, Jugend-Koordinatorin aus Neuzelle © Foto: Jörg Kotterba
Jörg Kotterba / 14.08.2017, 08:02 Uhr
Bremsdorf (MOZ) Zum 21. Mal organisierte die Eisenhüttenstädter Arbeiterwohlfahrt (Awo) eine Sommer-Kunst-Werkstatt für Kinder und Jugendliche - in diesen Augusttagen mit 21 Elf- bis 19-Jährigen in der Jugendherberge Bremsdorfer Mühle.

Robert Gehrmann fühlt sich wie ein Hahn im Korb. Der elfjährige Schüler des Eisenhüttenstädter Albert-Schweitzer-Gymnasiums ist bei dieser 21. Sommer-Kunst-Werkstatt der Awo tatsächlich der einzige Junge. "Aber mit den 20 Damen komme ich prima aus", meint der aufgeweckte Junge, den neben der Kunst auch Naturwissenschaften begeistern,  in der Jugendherberge Bremsdorfer Mühle.

Das war am Donnerstag. "Wir sind Sonntag angereist, beenden an diesem Sonnabend die lehrreichen Tage. Unsere Eltern holen uns dann ab. Ihnen können wir jede Menge über unsere Kunstprojekte und manches andere tolle Ferienerlebnisse erzählen."

Liane Knauth, Chefin des Jugendkunst-Treffs der Eisenhüttenstädter Arbeiterwohlfahrt und Organisatorin dieser Sommer-Kunst-Werkstatt, hatte sich fürs neue Projekt in langen Gesprächen mit den jungen Hobby-Künstlern auf das Thema "Homo sapiens - Hülle - Innen - Seele" geeinigt. "Ein anspruchsvolle Herausforderung", weiß die erfahrene Frau. Gemeinsam mit drei sogenannten Anleiterinnen, die je eine der drei Gruppen betreuten, und dank Kunsterzieherin Helga Lappe aus Eisenhüttenstadt wurden seit dem Wochenstart die Werkstatt-Teilnehmer motiviert und angeleitet. Das große Ziel: Aus den zur Verfügung stehenden Materialien - von Farben und Pappen bis  Modelliermasse und Stoff - die vorgegebenen Themen in eine Kunstform umzusetzen.

Robert Gehrmann hatte sich vor allem mit Hilfe von Kartonagen Schritt für Schritt dem Thema "Innen" genähert. "Vorstellungen, Ideen, Skurriles, auch Witziges und Schräges waren gefragt", erläuterte Liane Knauth. Mit Robert Gehrmann und den anderen Kursteilnehmern hatten die Fachfrauen manche Gespräche geführt. Entstanden ist bei Robert am Ende ein in dunklen Farben getauchter "Körper" während einer Operation. Rot leuchtet indes eine Art Nabelschnur, die aus dem geöffneten "Leib" den Weg ins Licht zu suchen scheint.

Elf Jahre alt ist auch Miriam Hebbe, die Robert aus der Goethe-Grundschule kennt. "Ich folge ihm jetzt aufs Schweitzer-Gymnasium." Miriam, erfolgreiche Leichtathletin bei der BSG Stahl, hat ihrem Kunstwerk aus  unterschiedlichsten Stoffen und Farben den Arbeitstitel "Höhle" gegeben. Sie steht als kleine Figur mittendrin. "Über den Namen deines Kunstwerks müssen wir noch reden", ermunterte sie Liane Knauth. Sie ist mit ihren Mitstreiterinnen den ganzen Tag auf den Beinen "und abends ganz schön geschafft, aber glücklich." Die 21 Mädchen und Jungen kommen aus dem Landkreis Oder-Spree und aus Berlin. Für Übernachtung, Vollverpflegung, Materialkosten und fachmännische Anleitung haben ihre Eltern je 185 Euro bezahlt - eine Investition, die sich lohnt.  Die Sommer-Kunst-Werkstatt, versicherte  Liane Knauth beim Abschied, wird es auch im kommenden Jahr geben.

In wenigen Wochen werden die Kunstwerke in der Sparkassen-Hauptgeschäftsstelle in Eisenhüttenstadt gezeigt. "Die Unterstützung der Kinder und Jugendarbeit ist der Sparkasse sehr wichtig", lobte Liane Knauth. Mit dieser Ausstellung werde auch in diesem Herbst den jungen Künstlern die Möglichkeit gegeben, die Ergebnisse ihrer Arbeiten öffentlich darzubieten.

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