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Freiwillige Feuerwehr bemüht sich um Nachwuchs

Der Spaß stand beim Feuerwehrjubiläum im Mittelpunkt: Besonders die Kinder und Jugendlichen kamen bei der Jubiläumsfeier auf ihre Kosten, so auch beim Bungee-Run.
Der Spaß stand beim Feuerwehrjubiläum im Mittelpunkt: Besonders die Kinder und Jugendlichen kamen bei der Jubiläumsfeier auf ihre Kosten, so auch beim Bungee-Run. © Foto: MZV
Martin Risken / 14.08.2017, 20:22 Uhr
Klein-Mutz (GZ) Nicht lumpen ließ sich die Klein-Mutzer Ortswehr. Ihren 95. Geburtstag hat die Freiwillige Feuerwehr am Sonnabend groß gefeiert mit Unterstützung aus Zehdenick und Krewelin. "Wir wollen uns einfach mal wieder zeigen", sagte Ortswehrchef Guido Kutzky.

"Den 100. Geburtstag werden wir wieder groß feiern", kündigte Kutzky an, der seit dem 9. Oktober 2014 - an dem Tag, als sein Sohn das Licht der Welt erblickte - Chef der Ortswehr mit ihren 14 Aktiven ist. Wobei das unter der Woche auch nicht viel bringt, dann können nämlich nur drei Einsatzkräfte ausrücken. Die Mehrzahl der Aktiven arbeitet außerhalb und steht nur am Wochenende zur Verfügung.

Im bisherigen Jahresverlauf blieb es in Klein-Mutz sehr ruhig. Lediglich zu vier Einsätzen musste die Wehr ausrücken. Dabei handelte es sich ausnahmslos um technische Hilfeleistungen. Zwar gehören der Jugendwehr zurzeit sieben Jungen und Mädchen an. Wie viele aber von denen tatsächlich später in die Einsatzabteilung wechseln werden, sei fraglich. Nach Abschluss der Schule verließen viele ihren Heimatort, um in Westdeutschland eine Ausbildung zu beginnen oder ein Studium aufzunehmen. Viele würden anschließend auch nicht zurückkehren, weil Oberhavel einfach nicht genügend Beschäftigungsmöglichkeiten biete. Stadtbrandmeister Gerd Ritter, der am Sonnabend ebenfalls in Klein-Mutz war, bestätigte, dass nur eines von zehn Jugendwehr-Mitgliedern tatsächlich in die aktive Wehr wechseln würde.

Das Bemühen um den Nachwuchs sei dennoch nicht vergeblich. "Uns geht es dabei auch um die Brandschutzerziehung", stellte der Stadtbrandmeister klar. Und in der Tat: Die Zahl der Einsätze in diesem Jahr sei rückläufig, auch wenn er keine konkreten Zahlen präsentieren konnte. Zehdenick und Umgebung wurden von den Unwettern der vergangenen Monaten weitgehend verschont, die in Leegebruch und Oranienburg zu großen Schäden führten. Auch zu größeren Bränden kam es in der Region nicht. Das Augenmerk der Klein-Mutzer Wehr galt am Sonnabend ebenfalls den Kindern und Jugendlichen des Dorfes. Bungee-Run, Hüpfburg und andere Angebote lockten den Nachwuchs zum alten Feuerwehrgerätehaus, wo die Frauen des Feuerwehrvereines Kaffee und Kuchen boten. Das noch recht neue Tanklöschfahrzeug mit all seinen Funktionen konnte aus nächster Nähe betrachtet und das erst kürzlich in Dienst gestellte Gefahrguttrainingsgerät in Augenschein genommen werden. Neben dem Engagement der Einsatzkräfte und Vereinsmitglieder würdigte auch der Dorfverein Klein-Mutz das Engagement der Wehrleute mit einem finanziellen Zuschuss. Den gab es auch von der Stadt Zehdenick, wie der Stadtbrandmeister bestätigte.

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