Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Kostproben, Saatgut und gute Tipps beim Sommerfest im Greiffenberger Schaugarten

Marokkanische Flaschentomate als Renner

Kerstin Unger / 15.08.2017, 06:15 Uhr
Greiffenberg (MOZ) Die Greiffenberger Schaugärtnerei des Vereins zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg lud am Sonnabend zum Sommerfest ein. Schon vor Beginn des Greiffenberger Stadtfestes, das am Nachmittag eröffnet wurde, konnten sich die Besucher hier durch den sommerlichen Versuchs- und Schaugarten führen lassen, alte Tomatensorten probieren, sich über den Anbau alter Kulturpflanzen beraten lassen und Saatgut mit nach Hause nehmen.

Trotz des nicht einladenden Wetters herrschte ein ständiges Kommen und Gehen. Sowohl Stammkunden schauten vorbei, als auch Leute, die das erste Mal das Gelände in Augenschein nahmen und wissen wollten, was der Verein VERN hier leistet. Dicht umringt war fast immer der Stand, an dem Tomaten verkostet werden duften. Zu den Sorten und den Besonderheiten im Geschmack gab Fenja Hielscher Auskunft. Seit September absolviert die Bernauerin hier in Greiffenberg ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr. "Ich kam gerade her, als die Ernte zu Ende ging", erzählt sie. So richtig interessant wurde es im Frühjahr, als es an das Pikieren, Einpflanzen, Eintopfen und den Umgang mit Saatgut ging. Sie will ihren Einsatz eventuell verlängern.

Wer die Tomatensorten in der Schaugärtnerei probierte, bemerkte schon den Unterschied zu den Tomaten, die es im Handel gibt. "Da geht man auf Masse mit viel Wasser und künstlicher Bestrahlung", sagt sie. Rund 10 000 Pflanzen in fast 100 Sorten werden jährlich in der Gärtnerei Winter in Oderberg herangezogen und dann nach Greiffenberg geliefert, wo sie sorgfältig weitergezüchtet werden. Bei Besuchern der Schaugärtnerei besonders beliebt sind die Cocktailtomaten. Sie sind geschmacksintensiv und nicht so sauer. Der Renner für viele war diesmal aber die Marokkanische Flaschentomate - tiefrot und sehr fruchtig.

Kaufen konnte man die Tomaten am Sonnabend zwar nicht, aber wer wollte, konnte Saatgut für den eigenen Garten erwerben, auch für andere Pflanzen. Den gab es bei Karin Koch vom Vereinsvorstand. Hier konnte zudem das Champagnerbrot von der Bäckerei Wiese aus Eberswalde probiert werden. Satt machte das nicht, aber bei Andrea Kühn im Raum nebenan gab es Bockwurst, Roggenbrot mit Kräuterbutter und Gemüseeintopf querbeet aus dem Greiffenberger Pfarrgarten. Außerdem hatte sie wieder süße Versuchungen dabei: Stachelbeer-, Johannisbeer-, Renekloden- und Zitronenkuchen.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG