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Der Große Treppelsee überzeugt inmitten des Schlaubetals mit Natur pur und hervorragender Wasserqualität

Landschaftliches Kleinod

Malerisch gelegen: Der kleine Strand des Großen Treppelsees ist auch an milden Sommertagen oftmals menschenleer. Durch das 71 Hektar große Gewässer fließt die Schlaube, die maximale Tiefe beträgt rund fünfeinhalb Meter.
Malerisch gelegen: Der kleine Strand des Großen Treppelsees ist auch an milden Sommertagen oftmals menschenleer. Durch das 71 Hektar große Gewässer fließt die Schlaube, die maximale Tiefe beträgt rund fünfeinhalb Meter. © Foto: MOZ/Hubertus Rößler
Hubertus Rößler / 15.08.2017, 06:30 Uhr
Bremsdorf (MOZ) Ein Pfund, mit dem die Region wuchern kann, sind die vielen Badestellen mit ausgezeichneter Wasserqualität. Zur Ferienzeit stellen wir 27 von ihnen vor. Heute: der Große Treppelsee.

Der Große Treppelsee ist ein echter Geheimtipp. Malerisch inmitten des Naturparks Schlaubetal gelegen, lädt das 71 Hektar große Gewässer vor allem zum Wandern, Angeln und auch zum Baden ein. "Das Wasser hat eine hervorragende Qualität. Es ist zwar nicht besonders klar, aber sehr sauber. Ein Beweis dafür ist auch, dass es hier Krebse sowie große und kleine Teichmuscheln gibt", berichtet Joe Kruk.

Der leidenschaftliche Angler kommt seit sieben Jahren aus dem Raum Stuttgart ins Schlaubetal und verbringt mit seiner Frau jährlich den gesamten Frühling und Sommer auf dem Naturcampingplatz Großer Treppelsee. "Wir genießen hier die wunderschöne Natur und die einzigartige Ruhe. Bei uns daheim am Neckar gibt es so etwas nicht", sagt der 73-Jährige. Bei einem Fischer aus der Region hatte er vor mehreren Jahren einen Angelurlaub verbracht und dabei den Tipp erhalten, einmal den Großen Treppelsee auszuprobieren. "Gleich am Anfang fing ich einen Karpfen, der 32,6 Kilogramm schwer war. Und erst letztens hat ein anderer Angler hier einen 1,03 Meter langen Aal gefangen", erzählt Kruk.

Als ehemaliger Gewässerart kann er die Qualität des Sees gut einschätzen. "Dreimal im Jahr sind Wasseruntersuchungen vorgeschrieben, da gibt es jedes Mal ausgezeichnete Bewertungen. Da der See im Schnitt maximal drei Meter tief ist, wärmt er sich schnell auf und kühlt aber auch schnell ab." Abgesehen davon hat der rüstige Rentner beobachtet, dass der Wasserspiegel in diesem Jahr so hoch sei wie noch nie. "Da hier die Schlaube durchfließt könnte es sein, dass da der Biber seine Finger im Spiel und Wasser aufgestaut hat", vermutet der Angler, der an heißen Sommertagen auch gern ein erfrischendes Bad in dem Waldsee nimmt.

Das steht ganz sicher auch den jungen Besuchern des Naturcampingplatzes im Sinn. Derzeit hat das Förderforum "Einsteinchen" aus Frankfurt hier für drei Wochen sein Quartier bezogen. "Die Kinder und Jugendlichen sind begeistert von der Natur. Wir wollen ihnen zeigen, wie schön ihre Heimat ist. Oftmals kennen nicht mal ihre Eltern diese Ecken im Schlaubetal", sagt Projektleiterin Peggy Zecha. "Wenn wir morgens an den See gehen und der Nebel aufsteigt, dann kommen manchmal sogar kleine Kinder zu uns und sagen, wie wunderschön sie es hier finden. Abgesehen davon ist der See zum Baden gut geeignet, es gibt einen schönen, übersichtlichen Strand, eine gute Wasserqualität und einen festen Grund. Auch dass der See von der Schlaube gespeist wird, finden die Kinder sehr spannend. Der See ist einfach ein landschaftliches Kleinod", schwärmt sie. Neben dem sandigen Badestrand gibt es weiter rechts noch einen kleinen Einstieg mit Leiter, der mit dem Zusatz "FKK" versehen ist.

Der Große Treppelsee dehnt sich auf einer Länge von 2,37 Kilometern aus und hat eine maximale Breite von 550 Metern. Sein Volumen beträgt 1 600 000 Kubikmeter, die maximale Tiefe beträgt 5,6 Meter. Das Einzugsgebiet des Sees ist 58,4 Quadratkilometer groß. Zum Stillen Treppelsee besteht in östlicher Richtung eine Verbindung über das Planfließ, das wiederum über einen Graben mit dem Kleinen Treppelsee (Mühlensee) in südlicher Richtung verbunden ist.

Zum Namen gibt es unterschiedliche Erklärungsversuche: Als Grundlage dient das mehrdeutige altsorbische Hydronym Trebule. Trebelyn maior et minor bedeutet Großer und Kleiner Trebelyn. Es könnte aber auch abgeleitet sein von ad lacum altiorem trebule, was zum oberen See der Trebula (Schlaube) bedeutet. Der Name könnte somit auf trebiti (reinigen, roden, den Wald lichten) zurückgehen.

¦ Der Große Treppelsee ist aufgrund von Bauarbeiten auf der B246 mit dem Auto derzeit nur aus Richtung Osten zu erreichen. Von der A 12 Abfahrt Müllrose geht es durch Müllrose weiter in Richtung Fünfeichen. Dort nach rechts abbiegen auf die B 246 bis zur Bremsdorfer Mühle.

¦ Kostenlose Parkplätze sind vorhanden, der Eintritt ist frei. Einen Imbiss gibt es nicht, an der nahegelegenen Bremsdorfer Mühle wird aber eine Gaststätte betrieben.

¦ Der Zugang zum Strand erfolgt über einen kleinen Wanderweg, der mit Holzschildern ausgewiesen ist.

¦ An dem unbewachten Strand gibt es Bänke zum Picknicken.

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