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Gebäude von 1981 wird energetisch saniert / Gemeinde Lebus muss nichts zuzahlen

Dicke Dämmung für die Burgschule

Ulf Grieger / 16.08.2017, 07:30 Uhr
Lebus (MOZ) Der 1981 gebaute Teil der Lebuser Burgschule wird bis Oktober saniert. Für 408 000 Euro erhält das Gebäude eine Wärmedämmung, neue Fenster und Sonnenschutz. Das Geld dafür kommt zu 90 Prozent aus dem Bundesprogramm Kommunalinvestitionsfördergesetz.

Die Burgschule gleicht im Moment einem Kunsprojekt von Christo. Eingehüllt in Bauplanen, mit Gerüsten umstanden, bekommt es eine zweite Haut aus mineralischer Dämmung. "Darauf kommt später ein Putz, dessen Farbe zum neuen Anbau passt", erläutert Torsten Horn vom Seelower Büro Pro 3, das bereits den Anbau konzipiert hatte. Die Farbgebung wird allerdings nicht komplett bordeaux-rot. Vielmehr wird es umgekehrt zum Anbau großflächig das gebrochene Weiß geben und abgesetzt davon bordeaux-farbene Elemente. Die Grundschüler können sich überraschen lassen. Allerdings hatten die Stadt und die Schule bei der Gestaltung immer auch ein Wörtchen mitzureden.

Der Baubetreuer des Planungsbüros erläutert, dass das 408 000 Euro teure Vorhaben gut im Plan liegt. Bereits zwei Wochen vor Ferienbeginn konnte damit begonnen werden, die Fenster komplett auszutauschen. Die Tischlerei Müller aus Manschnow hatte diesen Auftrag realisiert. Und auch die anderen am Bau beteiligten Firmen kommen aus der Region. So ist derzeit die Firma MBV Bausanierung aus Frankfurt mit der Erneuerung der Fassade beauftragt. Die Elektro- und Blitzschutzanlagen installiert die Zeschdorfer Firma Conrad und für den Sonnenschutz auf der Südseite ist die Jüterboger Fachfirma Schandert beauftragt.

"Wir wollen es schaffen, bis zum Einschulungstag am 2. September den gesamten Bereich der Hofseite fertig zu haben", erläutert Torsten Horn den Bauablaufplan. Auch der Westflügel soll dann bereits ohne Gerüste in neuem Glanz erstrahlen, um den Kita-Kindern auch die Spielmöglichkeit am Spielplatz zu erhalten. "Schließlich soll zur Einschulung hier richtig schön gefeiert werden", so Horn.

Die Bauarbeiten an der Südseite werden dann bis zum Oktober fortgesetzt. Was den Schulbetrieb aber nicht weiter beeinträchtigen werde, so Horn. Nicht erneuert werde in diesem Zusammenhang das Schuldach, da das bereist 2008 saniert worden war. Jetzt müssen noch die Dachanschlüsse erweitert werden. Denn durch seinen neuen Fassadenmantel wird das Schulhaus etwas dicker.

Auf der Südseite haben die Bauarbeiter bereits mit dem Kleben der ersten Fassadenteile begonnen. Die alten Rollladenkästen wurden ausgebaut. An ihre Stelle treten dann die Außen-Jalousien, die elektrisch betrieben werden. Die Kabel dafür sind bereits vormontiert. "Diese Jalousien ermöglichen ein viel besseres Reagieren auf die Lichtverhältnisse", erläutert Horn. "Bei den Rollladen vorher gab es nur die beiden Möglichkeiten hell oder dunkel. Nun wird das anders."

Für die gesamte energetische Sanierung des 1981 errichteten Gebäudes muss die Stadt Lebus als Schulträger nicht ins ohnehin leere Stadtsäckel greifen. Denn das Geld für dieses Vorhaben kommt zu 90 Prozent aus dem Bundesprogramm Kommunalinvestitionsfördergesetz, erläuterte Amtskämmerin Bianca Stolpe. Eigentlich hätte Lebus noch die zehn Prozent an Eigenmitteln tragen müssen. Aber auch das bleibe der Oderstadt erspart. Denn das Vorhaben stammt noch aus dem vorigen Jahr, als es noch möglich war, dass die Gemeinden einen Investitionszuschuss aus dem Kreisentwicklungs-Budget beantragen konnten. Aus diesem Topf und aus dem Landesfonds für finanzschwache Gemeinden kommen die Mittel, um den Eigenanteile zu komplettieren, so Bianka Stolpe.

Im Zuge der Bauarbeiten wurden die Ferienspiele des Hortes in die Sporthalle verlegt. Das Ausweichquartier bietet den Kindern ebenso tolle Möglichkeiten für ihre Projekte und Spiele, versicherte Horterzieherin Cornelia Wollank. So gab es bisher bereits eine Indianerwoche, ein Ernährungsprojekt und ein Steinprojekt.

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