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Verwirrung um Datum der Ersterwähnung

Am Rande der Schorfheide: Mit seiner Lage im Biosphärenreservat wirbt Kappe mit diesem Stein.
Am Rande der Schorfheide: Mit seiner Lage im Biosphärenreservat wirbt Kappe mit diesem Stein. © Foto: MZV
Martin Risken / 16.08.2017, 20:31 Uhr
Kappe (GZ) Zwar feiert Kappe am Sonnabend die urkundliche Ersterwähnung vor 250 Jahren mit einem Sommerfest. Über das genaue Datum der urkundlichen Ersterwährung aber herrscht offenkundig Unklarheit. Auf der Informationstafel am Ortseingang wird der Gast gar mit der Jahreszahl 1766 konfrontiert, was sich auch mit der Jahreszahl in der Online-Enzyklopädie Wikipedia deckt. Besonders kurios ist der Eintrag auf der Internet-Seite der Stadt Zehdenick. Danach soll Kappe bereits 1744 urkundlich erwähnt worden sein, wurde aber angeblich erst 1766 als Kolonistendorf gegründet. Mit der Entwicklung soll es sehr schnell gegangen sein: Es entstanden zunächst 50 Höfe. Die angesiedelten Weber wurden zu Waldarbeitern, Holzflößern und Schiffern. 1820 gründete sich ein Schifferverein. 1851 existierten im Döllnfließ auf einer Länge von 20 Kilometern neun Schleusen. Ein Großfeuer vernichtete 1873 den Ort bis auf vier Gebäude. Die Heimatstube wurde im Schulgebäude des Dorfes im Jahr 1967 eingerichtet. Die Kirche des Dorfes ist ein Ziegelsteinbau, der am 4. November 1891 eingeweiht wurde.

Zurzeit ist die Kirche eingerüstet. Das Gotteshaus wies teilweise sehr deutliche Schäden am Mauerwerk, Innenputz und Holztragewerk in allen Bauteilen auf. Deshalb lässt die Kirchengemeinde Kappe die Kirche seit dem Frühjahr dieses Jahres sanieren. Der Turm ist bereits 2014 aufwendig instand gesetzt worden. Die Arbeiten am Kirchenschiff sollen bis zum Ende dieses Jahres dauern.

Die Musik spielt daher am Sonnabend ab 15 Uhr auf dem Festplatz des Dorfes, wo die Party mit den "Original Schorfheidern" beginnt. Ein buntes Programm bietet Spaß und Unterhaltung für Jung wie Alt. Ein Überraschungsgast hat sich angekündigt. Der Heimatverein Schorfheide und die Feuerwehr Kappe sorgen fürs leibliche Wohl.

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