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Falkenberger Recyclinganlage für Baumischabfälle im Visier der Behörden

Landesumweltamt droht Zwangsgeld an

Schon zugewachsen: 1500 Tonnen Baumischabfälle lagern nach Einschätzung des Landesumweltamtes auf dem Gelände der Recyclinganlage in Falkenberg.
Schon zugewachsen: 1500 Tonnen Baumischabfälle lagern nach Einschätzung des Landesumweltamtes auf dem Gelände der Recyclinganlage in Falkenberg. © Foto: Knut Koall
Steffen Göttmann / 17.08.2017, 06:40 Uhr
Falkenberg (MOZ) Die Recyclinganlage für Baumischabfälle im Falkenberger Gewerbegebiet beschäftigt Gemeindevertreter und das Amt Falkenberg-Höhe. Knut Koall (BVB/Freie Wähler), Gemeindevertreter in Falkenberg und Kreistagsabgeordneter, wirft dem Landesamt für Umwelt vor, nicht hart genug durchzugreifen. Verärgert ist er darüber, dass dem Unternehmer Fristen gesetzt wurden. Die Behörde lasse ihm nach Verstreichen der Termine zu viel Zeit.

Ein Dorn im Auge ist dem Falkenberger ein Radlader, der Öl verliert, das im Boden versickere. Koall befürchtet, dass die finanziell klamme Gemeinde Falkenberg auf den Kosten für die Entsorgung der Altlasten sitzen bleibt, sollte das Berliner Unternehmen Insolvenz anmelden und sich die Verantwortlichen aus dem Staub machen.

Das Landesamt für Umwelt widerspricht dem Vorwurf Koalls. "Seit April 2017 wurden vier weitere Anlagenkontrollen durchgeführt und zwei Anordnungen getroffen", vermeldete Frauke Zelt, Referatsleiterin Umweltinformation/Öffentlichkeitsarbeit/Zentrale Serviceleistungen des Landesamtes für Umwelt Brandenburg, Das Unternehmen habe nach der behördlichen Anordung vom 11. April nicht mineralische Abfälle bis 15. Mai entsorgt. Ferner sei auf Nachforderung ein überarbeitetes Betriebskonzept zum 19. Juni vorgelegt worden. Die Behörde habe zudem am 16. Juni gefordert, den Radlader wegen Ölverlusts zu reparieren oder zu entfernen. Die Behördensprecherin kündigte in Kürze eine Kontrolle an, ob die Arbeiten erledigt sind. Sollte dies nicht erfolgt sein, werde das bereits angedrohten Zwangsgeld festgesetzt.

Nach Information von Knut Koall betrage das Zwangsgeld 500 Euro. "Wenn ich sehe, was in der Müllbranche verdient wird, ist dieser Betrag ein Witz", lästerte Knut Koall. Bis Ende vergangener Woche sei noch nichts passiert, sagte der Kommunalpolitiker, der der Gewerbefläche regelmäßige Besuche abstattet und seine Feststellungen fotografiert.

Das Amt Falkenberg-Höhe, das den Landkreis und das Landesamt eingeschaltet hat, unterstützt den Falkenberger, der sich gar mit einer kleinen Anfrage im Landtag zu dem Thema Gehör verschafft hat.

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