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Anlieger atmen auf: Belastung durch Umleitung über Kopfsteinpflaster-Straße hat ein Ende

Ab Freitag ist die Kreuzung frei

Ulf Grieger / 17.08.2017, 07:00 Uhr
Manschnow (MOZ) Die Sanierung der Ortsdurchfahrt der B112 in Manschnow startet am Freitag in ihre Schlussphase. Um 14 Uhr wird die Kreuzung mit dem Ahornweg und der Lindenstraße für den innerörtlichen Verkehr freigegeben. Ende Oktober sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Bei den Anwohnern des mit Kopfsteinpflaster belegten Abschnittes der Manschnower Friedensstraße werden am Freitagnachmittag die Sektkorken knallen. Dann werden sie die Ruhe genießen, die ihnen seit März genommen wird. Waren sie zuvor Anwohner einer ruhigen Sackgasse, so erlebten sie wegen der innerörtliche Umleitung erstmals, was es bedeutet, an einer viel befahrenen Bundesstraße zu wohnen. Obwohl vom Baubetrieb Oevermann, der Gemeinde und dem Landesbetrieb immer wieder versucht wurde, diese Belastung zu senken, litten die Anwohner doch unter Lärm und Erschütterung.

"Wenn wir es früher schaffen, ist es gut. Aber als Termin für die Freigabe der Kreuzung haben wir Freitag, 14 Uhr, festgelegt", erklärte Sven Hein vom Landesbetrieb. Jörg Malack von der Firma Oevermann zählte all die Arbeiten auf, die bis dahin noch zu erledigen sind. Und auch nach der Freigabe der Kreuzung werde es zu Beeinträchtigungen kommen. Deshalb werden auch die Umleitungsschilder für den überörtlichen Verkehr nicht abgebaut. Die Ortsdurchfahrt werde lediglich für den Anliegerverkehr geöffnet sein. Auch die Verkehrseinschränkungen in der Friedensstraße und in der Kirchstraße bleiben bis zum Ende der Gesamtmaßnahme erhalten, so Hein.

Das bisher Geschaffene kann sich sehen lassen: Die Bundesstraße ist von der Schmiede an bis zum Autohaus Schwaß auf etwa einem Kilometer Länge bereits mit Schwarzdecke belegt. Die Regelfahrbahnbreite beträgt sechs Meter. Die Fahrbahn ist beidseitig mit Natursteinpflasterstreifen eingefasst. Mit Ausnahme der Querungshilfe in Höhe der Einmündung Kirchstraße sind auch die Verkehrsinseln bereits komplett fertig und die neuen Gehweganbindungen zur Lindenstraße und zum Weidenweg sind gebaut. Der Geh- und Radweg musste von der Kreuzung Ahornweg (Edeka-Markt) an auf einer Länge von rund 40 Metern mit einem neuen Belag versehen werden. Denn die Höhe von der Kreuzung bis zum weiteren Radwegverlauf musste angepasst werden, erklärte Jörg Malack. Als Anlieger der Baustelle ist Mario Schwaß voller Lob für den Baubetrieb. "Ich habe zwar vom Bauleiter eine Telefonnummer bekommen, um mich gleich zu melden, wenn es Probleme gibt. Aber es gab keine Probleme", freut er sich. Das schwarze Band der Bitumenbahn hat inzwischen die Zufahrtsgrenze seines Autohauses erreicht, so dass seine Kunden auch in der letzten Bauphase die Werkstatt erreichen können. Vor allem freut es den Kfz-Meister, dass zur Reifenwechsel-Saison die Ortsdurchfahrt wohl wieder komplett freigegeben sein wird. Sein Nachbar, das Gartencenter Schütz, beendet mit der Kreuzungsfreigabe auch seine baubedingte Schließzeit. Etwa 300 Meter lang ist die letzte Etappe, die die Oevermann-Arbeiter nun noch vor sich haben. Die hat mit dem Neubau eines Durchlasses allerdings noch eine Hürde in sich. "Dort wird der aus Feldsteinen gebaute Durchlass durch ein Betonrohr ersetzt", erläutert Jörg Malack.Für die Anlieger dieses Abschnittes werde es nicht in jedem Falle und zu jeder Zeit möglich sein, auf das Grundstück zu kommen. In nun schon bewährter Weise soll es kurzfristige Absprachen zwischen Baubetrieb und Anliegern geben.

Das Gesamtprojekt kostet rund 1,25 Millionen Euro.

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