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Missionscamp Oderbruch vermittelt Jugendlichen christliche Werte / Im diesjährigen Sommerlager dreht sich thematisch alles um Seeräuber

Piratenlager an der Strom-Oder

Wo ist Red? Esmeralda (Heike Netzel) erzählt dem Steuermann (Josef Netzel) vom Verschwinden der Freibriefe.
Wo ist Red? Esmeralda (Heike Netzel) erzählt dem Steuermann (Josef Netzel) vom Verschwinden der Freibriefe. © Foto: MOZ/Josefine Jahn
Josefine Jahn / 18.08.2017, 06:30 Uhr
Manschnow (MOZ) Die große Rasenfläche neben der Fischtreppe in Manschnow hat sich dieser Tage in ein Piraten-Lager verwandelt. Aus Europaletten, Stämmen und Planen haben hier Teilnehmer und Mitarbeiter des Sommerlagers mehrere Schiffskonstruktionen gebaut. "Die sind schon sehr erfinderisch", sagt "Papa Theo" alias Theodor Masche. Er ist Geschäftsführer des Vereins Missionscamp Oderbruch, der in diesem Sommer ein Sommerlager in Manschnow zum Thema Piraten veranstaltet.

Aus Berlin, Strausberg, Orten in Sachsen-Anhalt und der näheren Umgebung kommen die 22 Jugendlichen im Alter von 13 bis 17 Jahren, die eine Woche im Oderbruch verbringen. Durch gemeinschaftliche Aktivitäten, offene Gespräche und Andachten sollen christliche Werte vermittelt und die Jugendlichen in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen gestärkt werden.

"Coole Leute, Jesus kennen lernen, einfach geil", ist die 17-jährige Paula begeistert. Sie ist mit ihren Geschwistern aus Berlin angereist. Es ist nicht ihr erstes Sommerlager, aber das erste in Manschnow. "Es gibt 50 Sommerlager in Deutschland, alle haben das gleiche Prinzip", erklärt Theo Masche. Man tausche sich über Themen und Aktivitäten aus. Das hat auch Heike Netzel erfahren. Die 19-Jährige ist dieses Jahr als eine von 18 Mitarbeitern im Sommerlager, betreut die Jugendlichen. "Wir hatten ja Vorlagen und konnten vorab einiges planen. Himmelfahrt haben wir uns alle getroffen, um Aufgaben zu verteilen." Herausgekommen ist ein gleichzeitig unterhaltsames als auch vermittelndes Programm. Neben der handwerklichen Beschäftigung - dem Tüfteln an den Booten - gibt es die ganze Woche über ein Theaterstück, das episodenartig vorgestellt wird. Am Donnerstag gab es Aufregung auf dem Theater-Schiff: Esmeralda, gespielt von Heike Netzel, hat soeben entdeckt, dass der Gefangene Red entkommen ist. Und offensichtlich hat er die Freibriefe aus der Schatztruhe mitgenommen. In Gruppen begeben sich die Teilnehmer auf die Suche nach Red, müssen dabei mehrere Etappen, ähnlich einer Schnipseljagd, absolvieren. Dafür ist auf dem Gelände des Missionscamps ausreichend Platz.

Seit 2015 ist die Fläche ein anerkannter Jugendzeltplatz. Das erleichtert das Veranstalten von Sommerlagern und anderen Freizeitaktivitäten. "Vorher brauchten wir immer eine Ausnahmegenehmigung", sagt Theo Masche. Kommenden Veranstaltungen steht demnach nichts mehr im Weg. Nächste Woche lädt das Missionscamp zur Sommerspielwiese ein. Die kreativen Beschäftigungen sind kostenlos und ohne Anmeldung möglich.

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