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Einsteinchen-Feriencamp finden zum sechsten Mal im Schlaubetal statt / Motto dieses Jahr: Indianer

Häuptlinge und Krieger am Treppelsee

Kreativ in der Gemeinschaft: Die Teilnehmer des Einsteinchen-Camps zeigen ihre selbst gebauten Traumfänger.
Kreativ in der Gemeinschaft: Die Teilnehmer des Einsteinchen-Camps zeigen ihre selbst gebauten Traumfänger. © Foto: MOZ/Hubertus Rößler
Hubertus Rößler / 18.08.2017, 06:35 Uhr
Bremsdorf (MOZ) Auf dem Naturcampingplatz am Treppelsee sind derzeit zahlreiche Indianer unterwegs. Die rund 20 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 14 Jahren bevölkern den idyllischen Platz unweit der Bremsdorfer Mühle beim Einsteinchen-Feriencamp, das vom Verein Förderforum Frankfurt organisiert wird.

"Die Kinder stammen aus Frankfurt und der Region. Das besondere bei uns ist, dass wir einen Betreuungsschlüssel von 1:4 haben - das heißt, ein Betreuer kümmert sich um vier Kinder. Daher haben wir die Möglichkeit, viel mit den jungen Menschen zu reden und bekommen einen engen Bezug. Es gibt keine Massenabfertigung wie in manch anderem Feriencamp", erklärt Peggy Zecha, die das Einsteinchen vor knapp zehn Jahren mit drei weiteren Mitstreiterinnen zunächst als Vorschulgruppe gründete. Sie ist mit ihrem Team mittlerweile die zweite von insgesamt drei Wochen vor Ort, von montags bis freitags kommen jeweils die neuen Teilnehmer. "Es herrscht eine hohe Gruppendynamik. Bei uns geht es nicht darum, wer ist schnell oder langsam, klein oder groß, clever oder nicht." Die Ferien-Freizeiten seien immer sehr schnell belegt, auch jetzt gibt es bereits Anmeldungen für das kommende Jahr.

Das Einsteinchen-Camp findet bereits das sechste Mal statt - seit Anfang an am Treppelsee, wo es mit dem Campingplatzbetreiber eine Kooperation gibt. Nach und nach soll hier ein festes Waldlabor eingerichtet werden, zu dem die Einrichtung dann auch an den Wochenenden fahren könnte. "Die Natur hier im Schlaubetal ist einfach toll und für unsere Spiele, Exkursionen und kleinen Experimente bestens geeignet. Viele Teilnehmer sind fasziniert, was es hier so alles zu entdecken gibt. Wir haben hier zahlreiche Kinder, die unheimlich viele Reize brauchen - nichts ist dafür besser geeignet als die vielfältige Natur", sagt die Pädagogin.

Einer der Teilnehmer ist Joshua Adler. Der Zehnjährige ist in diesem Jahr zum ersten Mal dabei und hat schon viel erlebt. "Wir waren Angeln, Baden und mit dem Fahrrad unterwegs. Am Abend sitzen wir immer am Lagerfeuer und kriegen eine Gruselgeschichte vorgelesen. Und heute haben wir Traumfänger gebaut, die böse Träume einfangen", erzählt der Frankfurter. Die Kinder wurden in drei Stämme eingeteilt und konnten sich dann ihre Funktion aussuchen. "Wir haben Häuptlinge, Medizinmänner und Schamanen. Und ich bin ein Krieger", sagt Joshua.

Viele der Kinder sind bereits das zweite oder dritte Mal dabei. "Einige unserer ehemaligen Teilnehmer sind mittlerweile als Teamer dabei und betreuen die Jüngeren. Eine von ihnen hat sogar so viel Spaß an der Aufgabe, dass sie jetzt eine Ausbildung zur Erzieherin machen will", erzählt Peggy Zecha.

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