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Werner und Veronika Wilczek bieten von ihrem Pferdehof in Güstebieser Loose aus besondere Ausfahrten an

Ein Glaslandauer als Glanzstück

An der Hochzeitskutsche: Werner und Veronika Wilczek vor ihrem Pferdehof in Güstebieser Loose.
An der Hochzeitskutsche: Werner und Veronika Wilczek vor ihrem Pferdehof in Güstebieser Loose. © Foto: MOZ/Anett Zimmermann
Anett Zimmermann / 18.08.2017, 07:30 Uhr
Güstebieser Loose (MOZ) Der Kutschenführerschein ist seit Juni Pflicht. Also hat Werner Wilczek ihn gemacht. Mit seiner Frau Veronika bietet er Kutschfahrten durch das Oderland an.

Mit der Victoria hat alles angefangen. "Das war unsere erste Kutsche", erzählt Werner Wilczek. Auf der mit rotem Samt bezogenen Rückbank haben zwei Erwachsene bequem Platz. Auch zwei Kinder könnten noch mit. Die Anlässe für die Ausfahrten reichen von Hochzeiten - dafür gibt es natürlich eine klassische Hochzeitskutsche in Weiß - über Geburtstage und andere Jubiläen bis hin zu Ausflügen. Insgesamt sechs Kutschen stehen im Pferdehof Wilczek in Güstebieser Loose zur Wahl, darunter ein Achenbach-Jagdwagen, eine Wagonette und ein Gesellschaftswagen. In Letzterem haben, so Werner Wilczek bis zu neun Gästen Platz.

Das Glanzstück sei jedoch der Glaslandauer für acht Gäste, der sowohl geschlossen als auch offen gefahren werden kann. "Er ist die meist genutzte Kutsche, da er für alle Anlässe einsetzbar ist." Auf Wunsch bringt Werner Wilczek Kutsche und Pferde auch direkt an den Ort des Geschehens. "Wir sind zum Beispiel öfter in Neuhardenberg und Umgebung", berichtet der 64-Jährige und fügt hinzu: "Altlandsberg war bisher unsere weiteste Fahrt."

Die beiden Schlitten in der Remise waren allerdings schon länger nicht im Einsatz. Selbst, wenn mal ordentlich Schnee liegen würde, gebe es da ein Problem. "Wir müssten über die Landesstraße und die wird gesalzen", sagt Werner Wilczek und erinnert daran, dass der Aufwand für eine Schlittentour gemessen an der bei Kälte doch recht kurzen Fahrzeit ziemlich hoch sei. "Das haben wir vor Jahren mal mit Freunden gemacht. Das war schön, aber wir genießen es inzwischen auch, wenn es im Winter bei uns etwas ruhiger zugeht."

Mit uns meint er seine Frau Veronika und die eigentliche Pferdenärrin in der Familie. "Die Liebe zu den Tieren, zur Zucht und zum Sport hat sie an mich, unsere Kinder und inzwischen auch an Enkel weitergegeben", freut sich Wilczek. Die 65-Jährige begleitet auf dem Hof jede gebuchte Kutschfahrt mit der Fotokamera. Bei Hochzeiten ist sie sogar während der gesamten Fahrt mit dem Auto dabei, um für die Gäste die schönsten Momente als Erinnerung festzuhalten. Strecke und gute Standorte sind entweder bekannt oder werden vorher ausgekundschaftet.

Während Wilczek mit den sich meist mehrfach beschenkt fühlenden Mitfahrern zum Schluss eine kleine Führung durch das "Kutschenmuseum" unternimmt, druckt seine Frau die Aufnahmen zum Mitnehmen und für das Gästebuch aus. Die Reaktionen seien voller Freude und Herzlichkeit."Das ist für uns der schönste Lohn", sagt Wilczek. Viele seien überrascht, dass es hier so etwas Schönes gibt. "Das erwarten die wenigsten." Hochzeitspaare kämen meist später noch einmal auf den Hof, der an der Straße ausgeschildert ist.

Auch die Pferde, darunter die Friesen Lucie und Lars, die die Kutschen ziehen, sind oft auf einer der Koppeln zu entdecken. Bei besonderen Anlässen wie jüngst dem deutsch-polnischen Jubiläumsfest schiebt Werner Wilczek die Wagen schon mal vor bis zur Straße. "Das sind und bleiben einfach Hingucker."

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