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Pfarrhaus in Markgrafpieske mit neuem Gemeinderaum

Dielen aus Kiefernholz aufwändig freigelegt

Vorhänge ausgemessen: Ursula Horn (links) und Sylvia Koberstein gehören zu den vielen fleißigen Helfern, die den Umbau im Markgrafpiesker Pfarrhaus tatkräftig unterstützt haben.
Vorhänge ausgemessen: Ursula Horn (links) und Sylvia Koberstein gehören zu den vielen fleißigen Helfern, die den Umbau im Markgrafpiesker Pfarrhaus tatkräftig unterstützt haben. © Foto: MOZ/Anke Beißer
Anke Beißer / 20.08.2017, 07:17 Uhr
Markgrafpieske (MOZ) Frische Farbe an den Wänden, akribisch abgeschliffene Dielen aus Kiefernholz als Fußboden - der Gemeinderaum im Markgrafpiesker Pfarrhaus präsentiert sie in einem hellen und freundlichen Antlitz. Ermöglicht wurde das auch durch das große ehrenamtliche Engagement der Gemeindemitglieder.

"Jetzt sind die Räume im Pfarrhaus wieder so aufgeteilt, wie sie ursprünglich mal waren", sagt Pfarrer Stefan Felmy. Der Gemeinderaum ist in den zuletzt als Wohn- und Esszimmer genutzten Gebäudeteil des vermutlich knapp 300 Jahre alten Hauses zurückgekehrt. Seit gut eineinhalb Jahren laufen die Umbauarbeiten, die jetzt kurz vor dem Abschluss stehen.

Dass sich das Vorhaben so lange hinzieht, hat mehrere Gründe. Zum Beispiel hat der alte Fußboden die Handwerker vor einige Probleme gestellt. "Der war mit roter Brandschutzfarbe überzogen, die zu DDR-Zeiten wahrscheinlich irgendwo mal übrig geblieben war", sagt Felmy. Erst habe er selbst versucht, das Holz darunter frei zu legen und sei kläglich gescheitert. Dann sei eine Firma angerückt und habe sich das Werkzeug ruiniert. Heute ziehen die breiten Dielen aus Kiefernholz die Blicke an, geben sie dem Raum, der für die Gemeindearbeit und von Januar bis Ostern als Winterkirche genutzt wird, doch eine gemütliche Atmosphäre. Die weißen und hellgelb abgesetzten Wände verleihen dem Ganzen einen hellen und freundlichen Charakter. Fehlen noch die Vorhänge an den Fenstern.

Die haben Ursula Horn und Sylvia Koberstein am Freitag ausgemessen. Die beiden Gemeindemitglieder sind nur zwei der vielen Helfer, die in unzähligen ehrenamtlich geleisteten Stunden einen guten Teil der Umbauarbeiten mitgetragen haben. Malern, Putzen, Handwerker versorgen - der Möglichkeiten zu unterstützen und somit Kosten zu sparen, gab es viele.

Neben dem Gemeinderaum kann jetzt auch die Küche ins Gemeindeleben einbezogen werden und als absolutes Novum verweist Felmy auf eine Besucher-Toilette. In dieser Woche hat der Fliesenleger an den Wänden Maß genommen, die Sanitärkeramik und Heizung sind bereits installiert. "Bisher stand die Toilette der Dienstwohnung Besuchern zur Verfügung."

Der räumliche Gewinn für die Gemeinde auf der einen Seite hat zu einer Verkleinerung des privaten Bereichs auf der anderen Seite geführt. Das sei auch mit Blick auf die Zukunft geschehen, sagt Pfarrer Felmy. Er gehe in zwei Jahren in den Ruhestand, die 20-Prozent-Stelle liege dann in Händen von Pfarrer Steffen Madloch aus Grünheide. Nun sei alles so separiert, dass er dann selbständig schalten und walten kann.

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