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Letzte Ausstellung des Jahres zeigt Werke von Elena Barthel

Menschen, Bäume und das Meer

Eine Überraschung für Malerin Elena Barthel (l.) war das Kommen der langjährigen Freundin Christa Friedrich.
Eine Überraschung für Malerin Elena Barthel (l.) war das Kommen der langjährigen Freundin Christa Friedrich. © Foto: Matthias Wagner
Matthias Wagner / 20.08.2017, 19:05 Uhr
Brodowin (MOZ) Wie immer gibt sich das etwas entlegene 450-Seelen-Dorf Brodowin auch in diesen späten Sommertagen ein wenig verträumt und wie aus der Zeit genommen. Die alten Stallgebäude auf dem Anwesen von Ingrid Kothe verstärken gleichsam diesen Eindruck.

Längst dienen sie jedoch nicht mehr ihrem ursprünglichen Zweck, sondern beherbergen seit einigen Jahren in schöner Regelmäßigkeit Ausstellungen regionaler und überregionaler Künstler. Das war auch 2017 der Fall und so zeigt die dritte und letzte Exposition des Jahres Ölpastelle und Zeichnungen der Potsdamer Künstlerin Elena Barthel.

Zur Vernissage am Sonntagnachmittag hatten sich zahlreiche Gäste eingefunden, denn die Galerie im Stall hat sich im Laufe der Zeit zu einer Art Geheimtipp für Kunstliebhaber entwickelt. Mit dabei war auch Gabriele Schneider, die bereits selbst dort ausgestellt hat. Ein besonderer Grund zur Freude war für Elena Barthel das überraschende Kommen von Christa Friedrich aus Bernau, einer guten Freundin der Familie.

Zu sehen sind 29 Arbeiten, überwiegend in Ölpastelltechnik. Aber auch Bleistiftzeichnungen, Kreide- und Sepiatechniken sowie Monotypie auf Papier sind zu entdecken. Als Motive finden sich immer wieder das Meer und Küstenlandschaften. Das sei ihr Leben, so die im bulgarischen Burgas geborene Malerin, die 1972 in die DDR übersiedelte.

Dennoch gehöre ihre große Leidenschaft den Menschen und den Bäumen, verrät sie. Davon zeugen einige Aktbilder in verschiedenen Techniken. Die Darstellung einer stimmigen Anatomie und die Vielfalt der Formen und Figuren sei beiden Motiven, Menschen und Bäumen, gemein und daher in besonderem Maße faszinierend, schwärmt Barthel. Heute lebt die hauptberuflich als Einrichtungsberaterin tätige Mutter einer Tochter in Potsdam.

"Ich möchte mich in Zukunft noch mehr der Malerei widmen und weitere Ausstellungen präsentieren", wünscht sich Elena Barthel und dankte in diesem Zusammenhang ihrem Mann, der es immer wieder aufs Neue verstünde, zu motivieren.

Gastgeberin Ingrid Kothe zog für die zurückliegende Ausstellungssaison ein positives Resümee. Und auch für 2018 sind bereits zwei Ausstellungen geplant, verrät die frühere Medizinerin und Kunstliebhaberin. Die musikalische Umrahmung steuerten sie selbst am Spinett und Brigitte Maretzki an der Veeh-Harfe bei.

Die Bilder in der Dorfstraße 33 sind noch bis zum 10. September nach Absprache zu sehen, Telefon 033362 70395.

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