Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Mordverdächtiger stellt sich

Mit diesem VW Transporter war der Tatverdächtige unterwegs.
Mit diesem VW Transporter war der Tatverdächtige unterwegs. © Foto: Polizei Brandenburg
Dietmar Stehr / 21.08.2017, 21:26 Uhr - Aktualisiert 22.08.2017, 13:41
Alt Ruppin (MZV) Nach dem Tötungsverbrechen an der 61-jährigen Alt Ruppinerin Jutta K. hat sich der dringend Tatverdächtige Friedrich-Wilhelm K. am Montag gestellt.

K. sei in Begleitung seines Anwalts bei der Polizei in Eberswalde erschienen und festgenommen worden, teilte Neuruppins Leitender Oberstaatsanwalt Wilfried Lehmann am Abend mit. Näheres, etwa zu Vernehmungsergebnissen, soll am Dienstag bekanntgegeben werden.

Mit der Ergreifung des 39-Jährigen endete eine fast viertägige Flucht. K. wird angelastet, Jutta K. am Donnerstagabend auf deren Alt Ruppiner Grundstück getötet zu haben. Die ehemalige Bootsverleih-Betreiberin – seit geraumer Zeit auch Vermieterin des Tatverdächtigen – war am Freitagabend in einem Gartenhaus gefunden worden. Zu Details des Verbrechens schwiegen sich die Ermittler bislang aus, um kein Täterwissen preiszugeben.

Schon seit Sonnabend fahndete die Polizei öffentlich nach dem als gewalttätig geltenden Mann. Ein entsprechender Aufruf auf sozialen Netzwerken wurde tausendfach geteilt. Am Montag erhöhte sich der Druck auf K. nochmals, als gegen ihn ein Europäischer Haftbefehl erlassen wurde. Damit war er in nahezu allen EU-Mitgliedsstaaten sowie in der Schweiz, in Norwegen, Island und Liechtenstein – dem sogenannten Schengenraum – zur Fahndung ausgeschrieben. Darüber hinaus war sein Fluchtauto, der auffällige VW-Bus von Jutta K., am Montag verlassen am Dresdener Hauptbahnhof gefunden worden.

Der nun festgenommene Tatverdächtige gilt als ausgesprochen gefährlich. Er ist vielfach vorbestraft. Schon in seiner Jugend startete er eine kriminelle Laufbahn. Schwerpunkt waren Eigentumsdelikte – früh aber schon in Kombination mit Gewaltstraftaten, etwa räuberischem Diebstahl. K. ist bereits Ende der 1990er-Jahre zu einer ersten Haftstrafe verurteilt worden. Im Jahr 2010 musste er wegen einer sexuellen Nötigung, gefährlicher Körperverletzung und Raubs für dreieinhalb Jahre hinter Gitter.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG