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Der Heimat- und Kulturverein und die Ortsgruppe der Volkssolidarität feierten am Wochenende in Döbberin

Zwei Gründe zum Anstoßen

Ingo Mikat / 22.08.2017, 07:30 Uhr
Döbberin (MOZ) Das kulturelle Programm zur 20-Jahrfeier der Gründung des Heimat- und Kulturvereins und zum 45-jährigen Jubiläum der Volkssolidaritätsgruppe des Ortes eröffnete die Singegruppe der Volkssolidarität Alt Zeschdorf. Im Garten des Dorfgemeinschaftshauses wurde die Doppel-Jubiläumsfeier begangen.

Die Vorsitzende des Döbberiner Heimat- und Kulturvereins, Helke Baltz, begrüßte gemeinsam mit der Hauptkassiererin der örtlichen Volkssolidaritätsgruppe Ursula Hensel die Einwohner und Gäste. Helke Baltz, sie hatte erst im Frühjahr ihre Funktion von Marion Tomczik übernommen, erinnerte an die Geschichte ihres Vereins. Am 12. Mai 1997 unterzeichneten 18 Döbberiner auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Dr. Gert Börnert einen Gründungsaufruf. Heute widmen sich in dem kleinen Ort mit 177 Einwohnern knapp 60 Vereinsmitglieder dem Erhalt von Traditionen und kulturellem Erbe. Sie setzen sich mit zahlreichen Einwohnern unter anderem für die Restaurierung der Kirche und ein für attraktives, lebenswertes Dorf ein. Zu den in der zurückliegenden Zeit erfolgreich realisierten Projekten gehören eine neue Orgel und Uhr für die Kirche, der Erhalt des Gemeindehauses, die Gestaltung des Angers und ein Spielplatzbau.

Mit der Ortsgruppe der Volkssolidarität verbinden den Verein, wie Heike Baltz erklärte, nicht nur zahlreiche Doppelmitgliedschaften, sondern auch eine enge Kooperation bei vielen Veranstaltungen und Projekten des dörflichen Lebens. Ihre gute Zusammenarbeit wirke sich sehr positiv auf die Lebensatmosphäre im Ort aus.

Ursula Hensel stellte ihre Jubiläumsrede unter das Motto der Volkssolidarität: "Miteinander - Füreinander" und betonte, wie wichtig gegenseitige Hilfe im Alter sei. Nach den Ansprachen gratulierten der Ortsvorsteher Döbberins, Mario Hartmann, und die Bürgermeisterin von Zeschdorf, Margot Franke, den Jubilaren. Anschließend überreichte Margot Franke im Namen der Gemeindevertreter an Heike Balke und Ursula Hensel jeweils eine Förderprämie von 100 Euro. Das gemütliche Gartenfest anlässlich der Jubiläen, zu dem auch Spinnradvorführungen von Gabriele Stolze, ein Glücksrad, ein Döbberiner Marmeladentisch und eine Hüpfburg gehörten, ergänzte erstmals ein großer Stiefelweitwurfwettbewerb das Programm.

Mit großem Engagement pflegten Mitglieder der Volkssolidarität in den zurückliegenden 45 Jahren das Gemeinschaftsleben und die Hilfe für ältere Menschen im Dorf. Mit Stolz konnte Uschi Hensel, Hauptkassiererin in Döbberin, am Wochenende auf einem gemeinsamen Jubiläumsfest mit dem Heimat- und Kulturverein über die vielfältige Tätigkeit ihrer Ortsgruppe berichten. In dem kleinen Ort mit 177 Einwohnern hat die Ortsgruppe immerhin 30 Mitglieder. Einmal monatlich finden im Dorfgemeinschaftshaus Veranstaltungen statt. In gemütlicher Kaffee-Runde treffen sich die Rentner und tauschen sich über Neuigkeiten aus. Häufig laden sie aber auch Experten zu Themen wie Gesundheitsvorsorge oder anderen interessanten Fragen ein. So traten zum Beispiel auch schon eine Apothekerin und ein Vertreter des Zoll vor den Rentnern auf. Beliebt sind, wie Uschi Hensel erzählt, auch Exkursionen. Erst kürzlich führte einer ihrer Gruppenausflüge ins Seelower Schweizerhaus. Im Juni fuhr man gemeinsam nach Falkenhagen ins Eiscafé. "Miteinander - Füreinander", betont Uschi Hensel, laute das gelebte Motto der Volkssolidarität. Deshalb brächten sich die Mitglieder ihrer Ortsgruppe auch aktiv in das Dorfleben ein. Berühmt über die Grenzen des Ortes hinaus sind zum Beispiel die Backkünste der Mitglieder ihrer Volkssolidaritätsgruppe. Zu etlichen Vereins- oder Dorffesten steuerten sie schon leckere Kuchen bei. Einen festen Platz nehmen in der Arbeit der Ortsgruppe auch Besuche bei Kranken oder zu runden Geburtstagen ein. Gerne angenommen werden die Weihnachtsfeiern. Eng arbeitet die Döbberiner Volkssolidaritätsgruppe mit anderen Gruppen ihrer Hilfsorganisation, so mit den Alt Zeschdorfern zusammen. Zum 45-jährigen Gründungsjubiläum übermittelte Margot Franke herzliche Glückwünsche des Beirates des Volkssolidaritäts-Verbandsbereichs Oderland und überreichte 50 Euro Förderung. Als Bürgermeisterin von Zeschdorf brachte sie im Auftrag der Gemeinderatsmitglieder zusätzlich eine Anerkennungsprämie in Höhe von 100 Euro mit. Uschi Hensel dankte im Namen der Ortsgruppe für die Glückwünsche und die Zuwendungen und warb mit dem Hinweis "Leider sind in unserer Ortsgruppe nur noch drei Mitglieder unter 60 Jahren." unter den Einwohnern Döbberins für mehr Neumitgliedschaften.

Die Veranstaltung klang am Abend mit einem Konzert am Lagerfeuer, gestaltet von Gitarrist Maik Pistiak aus Hohenjesar aus.

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