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Die gewichtigste Nymphe wurde geopfert

Gespannt begutachten Norbert Jütterschenke, Guido von Martens und Dr. Hans-Jürgen Brandtner, was die zerschlagene Figur an Schätzen offenbart.
Gespannt begutachten Norbert Jütterschenke, Guido von Martens und Dr. Hans-Jürgen Brandtner, was die zerschlagene Figur an Schätzen offenbart. © Foto: Ilse-Dore Hahn
Ilse-Dore Hahn / 22.08.2017, 22:16 Uhr
Brieselang (MOZ) ßDas vom Kunstverein 2013 initiierte und von der Interessengemeinschaft Nymphe unterstützte Projekt einer großen Bronzefigur in der Mitte des Kreisverkehrs am nördlichen Ortseingang findet mit der feierlichen Übergabe an die Öffentlichkeit am Samstag, 9. September seinen erfolgreichen Abschluss.

Viele Spenden waren notwendig, um das 40.000 Euro teure Kunstwerk zu finanzieren. Auch die Gemeinde Brieselang beteiligte sich mit einem Zehntel an der Summe. "Doch wir konnten auch Sponsoren wie EMB oder Amazon gewinnen, die größere Beträge gespendet haben", erklärte Norbert Jütterschenke, Mitgründer der Interessengemeinschaft (IG Nymphe).

Um der Brieselanger Bevölkerung Gelegenheit zu geben, ihr Scherflein zu dem neuen und eindrucksvollen Wahrzeichen der Gemeinde bei zu tragen, fertigte der Künstler der Bronzeskulptur, Guido von Martens, dreißig kleine keramische Nymphen-Mamas als Spardosen an. Ob in Arztpraxen, Geschäften, Kneipen und Restaurants oder in Büros, überall luden die weißen, nackten Frauen dazu ein, den Bauch mit Scheinen oder Münzen zu füllen. "Deshalb auch der Name "Mama Nymphe", wie Künstlerin Renée Dressler lachend anmerkte.

"Mit dem Inhalt der noch übrig gebliebenen zwölf "Sparnymphen" soll die Eröffnungsfeier finanziert werden", sagte Guido von Martens, ehe er im Beisein von Norbert Jütterschenke, Dr. Hans-Jürgen Brandtner (IG), Dirk Falatik (Kunstverein) und Renée Dressler von Martens die am besten gefüllte und schwerste Nymphenfigur vom Standort Künstlerhof symbolisch zerschlug. "Die elf anderen lasse ich heil und bohre nur ein Loch in den Boden,. So können sie noch weiter als Sparbüchse gebraucht werden", war der Künstler froh, seine übrigen keramischen Damen retten zu können.

Da sehr viele Münzen aus der geopferten Figur rollten und der Inhalt der anderen noch unbekannt ist, steht die Höhe der Kleinspenden noch nicht fest.

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