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Barnimer Starter nutzten 100 Meilen von Berlin für Vorbereitung auf nächste Wettkämpfe

24-Stunden-Läufe stehen an

Erfolgreiches Lauf-Doppel: Die Schönower Christiane Krüger und Jörn Seelig starten bei den 24 h von Bernau
Erfolgreiches Lauf-Doppel: Die Schönower Christiane Krüger und Jörn Seelig starten bei den 24 h von Bernau © Foto: privat
Dirk Schaal / 24.08.2017, 05:30 Uhr
Klosterfelde (MOZ) Die Klosterfelder Ultra-Läuferin Silke Stutzke bereitet sich derzeit auf die Deutsche Meisterschaft "24 Stunden von Gotha" vor. Am ersten Septemberwochenende will sie dort mit etlichen anderen Laufverrückten aus ganz Deutschland an den Start gehen.

Da erreichte sie mitten im Training eine Nachfrage, ob sie denn aushelfen könne. Eine 4er-Staffel, die bei den 100 Meilen (161 km) von Berlin an den Start gehen wollte suchte dringend jemanden, der kurzfristig in der Lage wäre 59 km zu laufen. Die drei Berliner Läufer hatten wenig Hoffnung, denn innerhalb weniger Tage jemanden zu finden, der spontan solche Distanzen läuft.

Eigentlich wollte die Klosterfelderin etwas ruhiger treten, denn nach dem Baltic-Run stand erst einmal Erholung auf dem Trainingskalender.

Als sie die Staffelanfrage erreichte, wurden die Schuhe mal kurz für einen kurzen 11-km-Testlauf geschnürt und der Körper signalisierte wieder Laufbereitschaft. Also sagte sie zu.

Die 100 Meilen von Berlin führten entlang der früheren Berliner Mauer einmal rund um das westliche Berlin. Man kann dies als Einzelläufer absolvieren, dies kam für Silke Stutzke aufgrund der diesjährigen Wettkampfplanung nicht infrage. 59 km hingegen, die passten jetzt gut als Wiedereinstieg in das Training für die Deutsche Meisterschaft im 24-Stundenlauf in Gotha. Und so war die Staffel "Born to Run" gerettet und die Klosterfelderin lief hier als Schlussläuferin von Teltow bis ins Ziel im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion nahe der Schönhauser Allee. Die Abschnitte der einzelnen Staffelläufer teilten sich in drei annähernd gleiche Stücke und eben in das letzte sehr lange Teilstück. Dabei ist diese Ultra-Strecke nicht ganz leicht. Läuft man zunächst noch idyllisch in der Natur los, erreicht man später die City von Berlin mit seinen Partymeilen.

Das ist an einem späten Sonnabendabend nicht ganz einfach. Zum einen ist die Streckenmarkierung zu suchen und dann muss man beispielsweise entlang der Oberbaumbrücke und der East Side Gallery auch noch unzählige Touristen umrunden. Silke hatte versprochen, das Ziel noch vor Mitternacht zu erreichen. Gestartet war der erste Staffelläufer morgens um 7 Uhr. Im Stadion wurde sie von ihren drei Staffelpartnern empfangen und gemeinsam liefen alle ins Ziel. Die Gesamtlaufzeit betrug 16:44 Stunden, das war Platz 15 von 41 Staffeln.

Aber nicht nur als 4er-Staffel konnte man an den Start gehen, auch im gemischten Doppel war es eine Option. Und die nahmen die Schönower Jörn Seelig und Christiane Krüger in Angriff. Unter dem Staffelnamen "coffee 2 go" übernahm Christiane Krüger den Part der Startläuferin und benötigte für die gut 71 km etwa 9:39 Stunden. Für Jörn Seelig waren es schwere 90,7 km, da ihm, wie er selbst sagt, das Laufen in der Nacht nicht wirklich liegt. Er war 5:25 Uhr am Sonntagmorgen, nach 12:45 Stunden und durchlaufener Nacht im Ziel. Die Gesamtzeit des Teams war 22:25:54 Stunden - Platz 8 von 17.

Bei den "24 h von Bernau" am 9. September werden Jörn Seelig und Christiane Krüger gemeinsam laufen. In der 10er-Staffel "Kraftstofffamilie" werden beide in Bernau an den Start gehen.

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