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Giesensdorfer renovieren Bau ehrenamtlich / Festgottesdienst im Oktober

Kirche erstrahlt im neuen Gewand

Schmuckstück im Rücken: Horst Wilde hat mit vielen Helfern die Kirche renoviert. Bald sind die Malerarbeiten fertig.
Schmuckstück im Rücken: Horst Wilde hat mit vielen Helfern die Kirche renoviert. Bald sind die Malerarbeiten fertig. © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Tatjana Littig / 24.08.2017, 07:45 Uhr
Giesensdorf (MOZ) Die Giesensdorfer sind auf der Zielgeraden: Im Oktober sollen die Renovierungarbeiten an und in ihrer Kirche abgeschlossen sein - pünktlich zum Festgottesdienst anlässlich der 300-Jahr-Feier des Gebäudes. Doch noch ist die hübsche Kirche mit dem hölzernen Turm von Baugerüsten umgeben: Die Malerarbeiten an der Fassade sind noch nicht abgeschlossen. Der Giebel, eine Längsseite und ein Teil des Vorderbereichs erstrahlen schon im hellen Gelbton. Bis Ende des Monats solle außen alles fertig sein, berichtet Horst Wilde. Dann gehen die Malerarbeiten im Inneren weiter: Das Kirchengestühl soll aufgearbeitet und links und rechts vom Fenster hinter dem Altar Psalme an die Wand gepinselt werden - alles so wie früher.

Als Vorlage für die Gestaltung dienen alte Postkarten und Bilder. "Eigentlich wollten wir nur einige Stellen zum Jubiläum ausbessern", gesteht Wilde. Doch es kam anders: "Die Denkmalschützer waren der Meinung, dass es vernünftig gemacht werden muss." Heute ist der 65-Jährige froh darüber. Ehrenamtlich haben der Kirchenälteste und 20 bis 25 Helfer aus dem Dorf die Kirche renoviert. Sie haben den alten Putz ab- und neuen aufgetragen sowie gemalert. "Ohne die Hilfe aus der Bevölkerung wäre es nicht gegangen", meint Wilde und betont, dass rund die Hälfte der Helfer keine Kirchenmitglieder seien. Eine Erklärung hat er für ihr Engagement trotzdem: "Die Menschen identifizieren sich mit ihrem Dorf und dazu gehört auch die Kirche."

Rund 30 000 Euro hat die Kirchengemeinde Tauche für die Arbeiten eingeplant. Im Zuge der Restaurierung der Kanzel stieß Rostyslav Voronko auf alte Bilder unter der grauen Farbe. Zu sehen sind drei Evangelisten, das Wappen der Familie Maltitz, der das Dorf einst gehörte, sowie die Jahreszahl 1700. Warum 1700, wo doch die Giesensdorfer Kirche erst 1717 errichtet wurde? Wilde vermutet einen Vorgängerbau. Welche Überraschungen wohl die Restaurierung des Taufbeckens bereithält?

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