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Zweckverband investiert mithilfe von Landeszuschuss 1,2 Millionen Euro / Kita-Betreuung und Unterricht unter einem Dach

Heckelberger Schule vor dem Umbau

Noch sind Ferien: In der Grundschule "Auf der Höhe" in Heckelberg ist noch alles ruhig. Bald beginnt wieder der Unterricht und im rechten Teil die Bauarbeiten.
Noch sind Ferien: In der Grundschule "Auf der Höhe" in Heckelberg ist noch alles ruhig. Bald beginnt wieder der Unterricht und im rechten Teil die Bauarbeiten. © Foto: MOZ/Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 25.08.2017, 06:48 Uhr
Heckelberg-Brunow (MOZ) DerSchulzweckverband für die Grundschule "Auf der Höhe" investiert in den nächsten zwei bis drei Jahren 1,2 Millionen Euro in das Schulgebäude. Die Verbandsversammlung hat am Mittwochabend über die Vergabe der ersten drei Baulose entschieden.

Noch in diesem Jahr rücken in der Heckelberger Schule die Handwerker an. "Wir wollen bis Jahresende den Rohbau des Anbaus fertig bekommen", sagte Holger Horneffer, Amtsdirektor des Amtes Falkenberg-Höhe. Ziel sei es, die Heckelberger DRK-Kita "Biene Maja" in die Schule zu integrieren. Die Grundschule "Auf der Höhe" erinnert von oben gesehen an ein "H" mit drei Sprossen. Zwischen die Schenkel an der Rückseite wird ein eingeschossiger Anbau für die Kita eingefügt.

Bauherr sei der Schulzweckverband, der Geld angespart habe, um den Eigenanteil selber stemmen zu können. Von den 925 000 Euro Fördermitteln, die der Schulzweckverband beantragt hatte, habe das Land 887 000 Euro bewilligt, sagte der Amtsdirektor. Dies entspreche 75 Prozent der Investitionssumme in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Damit beträgt der Eigenanteil rund 295 000 Euro.

Die Fördersumme, die mit wenigen Abstrichen vom Land vor kurzem erst bestätigt worden sei, fließe aus dem Leader-Programm der Europäischen Union für ländliche Entwicklung und komme vom Land, erläuterte der Amtsdirektor.

Noch in diesem Jahr investiert der Schulzweckverband 150 000 Euro. Die Verbandsversammlung hat sich am Mittwochabend entschieden, dass mit dem Bau ein Unternehmen aus Casekow (Kreis Uckermark) und mit den Elektroarbeiten eine Firma aus Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) beauftragt wird. Für den Heizungs- und Sanitärbereich bekam als einziger einheimischer Handwerker, Karsten Reiniger aus Bad Freienwalde, den Zuschlag.

"Wir haben alle Lose öffentlich ausgeschrieben, bekamen aber kaum Rückmeldungen", beschrieb Horneffer das Dilemma. Die Auftragsbücher der heimischen Firmen seien voll, das Interesse entsprechend gering. Die Verbandsversammlung aus Vertretern der vier amtsangehörigen Gemeinden und der Schule beschloss die Vergaben jeweils einstimmig. Der vom Haupteingang der Schule aus gesehen rechte hintere Bereich dient künftig als Kita. Der Gang hinter dem Sekretariat ab dem zweiten Treppenaufgang werde durch eine Tür geschlossen, kündigte der Amtsdirektor an. Die Kita bekomme ihren eigenen Eingang auf der rechten Seite des Gebäudes. Der Zugang erfolgt durch ein Tor, das früher auf den Schulgarten führte.

Damit die Schüler weiter die kleine Schulküche und das Schülercafé im hinteren linken Teil der Schule erreichen können, wird durch den zweiten Innenhof ein Laubengang aus Stahl gebaut, der gleichzeitig die Qualität eines Fluchtwegs besitzt.

Das Brandschutzkonzept insgesamt ermöglicht es der Schule, drei ungenutzte Klassenzimmer aus Gesamtschulzeiten im ersten Obergeschoss wieder zu nutzen, um den Verlust an Räumen durch den Einzug der Kita auszugleichen.

Für Heckelberg-Brunow und die umliegenden Dörfer ergibt sich durch den Umbau ein Standortvorteil. "Das Problem mit dem Schulweg besteht nicht mehr", sagte der Verwaltungschef. Nach dem Ganztagsunterricht gelangen die Schüler quasi trockenen Fußes in den Hort und werden betreut, bis der Bus kommt. Ein Fahrstuhlschacht sei schon bei vorhergehenden Modernisierungen eingebaut worden, erklärte Horneffer. "Jetzt wird der Fahrstuhl eingebaut und damit das gesamte Gebäude barrierefrei erschlossen", ergänzte er.

Das Geld reicht auch für den Sportplatz, der in Richtung Schulgebäude verlegt werden müsse, weil er bisher teilweise auf Grundstücken liegt, die nicht der Kommune gehören. Er erhalte ein Spielfeld, eine Laufbahn und eine Weitsprunganlage, die von der Größe her den Bedürfnissen d von Grundschülern entsprechen. "Wir können nicht alle Wünsche der Schule erfüllen", erklärte der Amtsdirektor.

Die Kosten für die Integration der Kita in die Schule übernehme die Gemeinde Heckelberg-Brunow. Die Ausgaben seien im Haushalt eingestellt, die Finanzierung trotz schwieriger Haushaltslage gesichert. Weil während der Schulzeit gebaut wird, sei für Anfang September eine Bauanlaufberatung geplant, wo über alle Baufortschritte auch im nächsten Jahr informiert werde, kündigte Holger Horneffer an.

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Andreas Schmidt 31.08.2017 - 10:44:19

Fördermittel sind nicht vom Land

Bei solch einem hohen Betrag an öffentlichen Fördermitteln könnte man doch mal genauer hinschauen, woher diese kommen. Die Fördermittel werden nicht vom Land bereit gestellt, sondern von der Europäischen Kommission. Das Land hat in diesem Fall keinen Cent dazugegeben.

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