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Oderbruch-Museumspädagogik jetzt unabhängig vom Wetter

Neue Heizung im Fischerhaus

Wollwerkstatt im Fischerhaus: Heidrun Jürgens (Mitte) zeigte Hertha und Nikola Stamenow aus Altranft bei der Saisoneröffnung vergangenen April, wie gefilzt wird.
Wollwerkstatt im Fischerhaus: Heidrun Jürgens (Mitte) zeigte Hertha und Nikola Stamenow aus Altranft bei der Saisoneröffnung vergangenen April, wie gefilzt wird. © Foto: MOZ/Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 25.08.2017, 19:36 Uhr
Altranft (MOZ) Das Fischerhaus des "Oderbruch Museums Altranft - Werkstatt für ländliche Kultur" verfügt jetzt über eine Heizung. "Damit ist das Haus während der Saison witterungsunabhängig für die Museumspädagogik nutzbar", sagte Kenneth Anders, Leiter des Programmbüros des Museums. Dafür musste die Museumsleitung jedoch die denkmalschutzrechtliche Genehmigung einholen.

Bisher hatte das Haus überhaupt keine Heizung und verfügte eigentlich nur über eine rudimentäre Stromversorgung. Das Haus sei nie fertig geworden, sagte Kenneth Anders. "Es ist immer noch unfertig, aber wir eignen es uns jetzt Schritt für Schritt an", fügte der Leiter des Programmbüros hinzu. Jetzt sei auch an kalten Herbsttagen Museumspädagogik möglich.

Dennoch genügte den Museumsleuten eine Elektroheizung. Sie habe beispielsweise gegenüber einer Gasheizung den Vorteil, dass die Investitionskosten relativ gering seien, sagte Kenneth Anders. Darüber hinaus sei es für eine Elektroheizung nicht erforderlich, ein System von Wasserrohren durch das Gebäude zu ziehen. Dies hätten die Denkmalschützer womöglich nicht ohne Weiteres genehmigt. Das Gebäude müsse nicht durchgeheizt werden. Wärme sei nur in Stößen bei museumspädagogischen Veranstaltungen erforderlich. Auch die Wartungskosten für eine Elektroheizung seien relativ gering, so Kenneth Anders.

Das Fischerhaus besteht aus zwei Gebäudeteilen, einem Altbau von 1755 und einem Anbau von 1849. Der Name ist irreführend, denn in dem Haus wohnten keine Fischer, sondern Landarbeiter. 2007 erhielt das ein neues Reetdach. Besonders gut erhalten ist die "schwarze Küche". Der Rauch des offenen Feuers zog durch die Küche zum Schornstein oben im Dach. Ruß schwärzte die Wände.

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