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Antje Knöfel betreibt seit zwei Jahren einen Reiterhof in Altenhof

Rückkehrerin sattelt auf

Behutsam schmiegt sich Antje Knöfel an den Hals ihrer Warmblutstute Vadit. Unter dem Namen "Reiten in der Schorfheide" hat sich die Lichterfelderin selbstständig gemacht, gibt Unterricht und bietet Ausritte an.
Behutsam schmiegt sich Antje Knöfel an den Hals ihrer Warmblutstute Vadit. Unter dem Namen "Reiten in der Schorfheide" hat sich die Lichterfelderin selbstständig gemacht, gibt Unterricht und bietet Ausritte an. © Foto: MOZ/Marco Marschall
Marco Marschall / 27.08.2017, 08:00 Uhr
Altenhof (MOZ) Vor zwei Jahren ist Antje Knöfel von der Küste zurück in den Barnim gekommen und hat nach fünf Wochen Überlegungspause ihren eigenen Reiterhof aufgebaut. Ein Traum, der die 36-Jährige 14 Stunden am Tag fordert.

Antje Knöfel ist Einzelunternehmerin, aber nicht allein. 23 Pferde stehen auf den Koppeln in direkter Nachbarschaft des entstehenden Wohngebiets "Altenhof Südwest". 16 sind ihre, die anderen betreut sie. Jetzt in den Ferien sind treue Schülerinnen da, die die Pferde striegeln und natürlich auch reiten. Nicht zu vergessen Bettina, die weißbraun gefleckte Hündin, die übers Areal läuft. Dort gibt es keine feste Bebauung, keine Ställe. Die Tiere sind Sommer wie Winter bei jedem Wetter draußen. "Offenstallhaltung", erklärt Antje Höfel. "Deswegen sind die auch alle so relaxt und ausgeglichen."

Die gebürtige Eberswalderin hat Pferdewirtin gelernt, verbrachte dann aber 18 Jahre an der Küste, in Ribnitz-Damgarten (Mecklenburg-Vorpommern). Erst vor drei Jahren ist sie zurückgekehrt und fasste den Entschluss, sich selbstständig zu machen. Fünf Wochen habe sie damals mit sich gehadert, dann ein Konzept geschrieben und sich ihren Traum verwirklicht. Sie gibt Unterricht und bietet geführte Ausritte an. Kinder ab vier Jahren dürfen bei Antje Knöfel aufs Pferd. Sie selbst saß mit drei zum ersten Mal im Sattel. Offenbar ein prägendes Erlebnis

Warum sie in ihre alte Heimat zurückgekommen ist? "Ich wollte Familie um mich herum haben", sagt die Reitlehrerin. Die unterstützte die Rückkehrerin schließlich beim Aufbau ihres Einzelunternehmens, das der zierlichen Person mit den wasserstoffblonden Haaren viel Einsatz abverlangt. Wasser geben, Füttern, Jungpferdeausbildung und die Reitschule - das ist mit einem Achtstundentag nicht getan. "14 kommen pro Tag schon zusammen", sagt Antje Knöfel. Trotzdem ist sie froh, ihr Hobby zum Beruf gemacht zu haben. Früher ist die heutige Lichterfelderin Springturniere geritten. Jetzt zeigt sie anderen, wie man fest im Sattel sitzt.

50 Reitschüler lassen sich regelmäßig von ihr anleiten. Darunter nur ein Mann. "Damit erfüllen wir das Klischee", sagt Antje Knöfel. Ihre "Mädels", wie sie sagt, seien hart im Nehmen und stiegen auch beim häufigen Regen in diesem Sommer aufs Pferd.

Solange es geht, bleibt sie mit ihren Schülerinnen draußen. Wenn es zu kalt wird, nutzt sie eine Reithalle im benachbarten Buckow. Ihre Kundschaft kommt aus Finowfurt, Joachimsthal und Eberswalde, zuletzt auch aus den USA. Das Interesse am Reiterhof ist sportübergreifend. Eisprinzessin Katarina Witt, die familiär häufig in der Region ist, hat Antje Knöfel schon besucht, genauso wie Nicole Kegeler, Deutsche Meisterin im Bankdrücken.

Neben dem Unterricht bietet die Pferdewirtin auch Quadrille-Aufführungen an und wird mit ihren skandinavischen Fjordes für Kindergeburtstage gebucht. An diesem Wochenende ist sie mit einigen Tieren beim Sommernachtsleuchten im Schlosspark Lichterfelde dabei.

Gut möglich, dass ihr einige bei längeren Ausritten schon begegnet sind. "Wir sind auch schon zu McDonald's nach Finowfurt geritten und haben dort am Mc Drive bestellt", verrät Antje Knöfel.

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