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Neuer Schwung in alter Gaststätte

Neu in Großwoltersdorf: Carina Maltry und Jirí Maagh. Die Gaststätte ist zwar noch nicht fertig, einen Vorgeschmack auf die Angebote geben die beiden aber an diesem Wochenende.
Neu in Großwoltersdorf: Carina Maltry und Jirí Maagh. Die Gaststätte ist zwar noch nicht fertig, einen Vorgeschmack auf die Angebote geben die beiden aber an diesem Wochenende. © Foto: MZV
Matthias Henke / 27.08.2017, 08:46 Uhr
Großwoltersdorf (GZ) Die Suche nach einer Immobilie, in der man nicht nur wohnen, sondern mit der man auch arbeiten kann, hat Carina Maltry und Jirí Maagh in den Norden Oberhavels geführt. Seit März leben die beiden mit ihrem kleinen Sohn in Großwoltersdorf. Hier haben sie die ehemalige Gaststätte in der Granseer Straße 70 gekauft.

Im kommenden Jahr wollen sie das Gasthaus wieder eröffnen. Bis dahin bleibt noch viel zu tun. Denn was möglich ist, will das Paar, das bis vor wenigen Monaten noch in Berlin lebte, selbst stemmen.

Einen Vorgeschmack, was das junge Paar in Großwoltersdorf künftig anbieten möchte, kann sich jeder bei der Aktion "48 Stunden Oberhavel" holen. Außergewöhnlich könnte man das Ganze umschreiben: Neben allerlei Finger Food gibt es auch eine Eis-Smoothie-Bar. Die Idee dafür haben sich beide bei einem Urlaub in Thailand abgeguckt, sagt die ausgebildete Hotelfachfrau. Neben der Ausstellung "Steinzeichen" mit Fotografien von Wegmarkierungen treten am Sonnabend und auch am Sonntag zudem zwei befreundete Bands des 35- und der 29-Jährigen in Großwoltersdorf auf. BlackFatCat aus Berlin und code:GAMMA werden den Ort dann mit ihren rockigen Tönen zum Feiern bringen.

Dabei sind die Musiker keine Profis, sondern einfach Menschen, die Lust am Spielen haben, und sich freuen, ihre eigenen Kompositionen anderen vorspielen zu dürfen. Kreatives von nebenan also, deshalb haben Maltry und Maagh ihre Veranstaltung schlicht "Musik und Kunst von Hinz und Kunz" genannt. Einige Gäste haben sich bei den beiden Eventmanagern schon angesagt. "Ich bin hier im ortsansässigen Fußballverein und die Jungs haben angekündigt, dass sie selbstverständlich vorbeikommen", sagt Jirí Maagh. Beiden ist es sehr wichtig, sich in Großwoltersdorf zu integrieren. "Wir wollen nicht, dass es irgendwann heißt: Ach, die Berliner...", sagt Carina Maltry, die eigentlich aus Rheinland-Pfalz stammt. "Unsere Türen stehen offen."

Offenheit macht schließlich auch viel aus, in ihrem Beruf als Organisationstalente. Neben der Gaststätte können sich beide auch vorstellen, die regionale Festkultur mitzugestalten. Als Eventmanager bringen beide alles Nötige dafür mit. "Wir haben unheimlich viel Freude daran, aus dem Nichts Veranstaltungen zu organisieren, Menschen zu bespaßen und zu verköstigen."

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