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4000 Besucher feiern traditionelles Tierparkfest

Inez Bandoly / 27.08.2017, 20:58 Uhr
Germendorf (MOZ) Fast 4 000 Besucher sind am Sonnabend zum traditionellen Tierparkfest nach Germendorf gekommen. Höhepunkte waren die Tiertaufen.

Auf die Fragen, wie viele Uhus es im Tierpark Germendorf gibt und woher die Waschbären ihren Namen haben, wussten viele Besucher spätestens nach dem Tierparkfest am Sonnabend eine Antwort. Bei der Namensgebung der Jungtiere beispielsweise wurden auch zwei Uhus getauft, welche erst vor kurzem aus dem Rostocker Zoo in den Tierpark Germendorf gezogen sind. Die Vögel beobachteten hoch oben von einem Ast aus das Geschehen vor ihrem Gehege. Das Männchen saß stolz neben dem Weibchen, welches hingegen häufiger ihren Kopf wegdrehte, und sah unbeirrt mit seinen orangegelben Augen zu den Menschen hinüber.

"Da dürfen wir nicht rein, denn Uhus sind sehr angriffslustig", erklärte Tierparkchef Torsten Eichholz. Selbst die Pfleger werfen das Futter nur in die Voliere. Vor allem die Kinder waren sehr neugierig und hörten aufmerksam zu. So erfuhren sie beispielsweise auch, dass der Uhu die größte Eulenart ist und Weibchen deutlich größer als Männchen werden. Und die Uhus in Germendorf ziehen bald wieder um, in eine für sie passende,  größere Voliere.

Dann war es auch endlich soweit, es wurde Sekt eingeschenkt und Sabine Brinkmann durfte die Uhus taufen. Die Vorsitzende des Fördervereins "Freunde des Wildtierparks Germendorf" war überrascht von dieser Geste, taufte dann aber die beiden geflügelten Tiere "Maxi" und "Moritz". Danach zog der Tross weiter. Mittendrin Franka (6 Jahre) und Juliane (9 Jahre) Hamann aus Berlin. Die Schwestern waren schon häufiger im Germendorfer Tierpark und wollten vor allem die Tiertaufe nicht verpassen.

Auf dem Wege zu den Lamas berichtete Torsten Eichholz, dass die Tiere auch weit spucken können. Das wussten die meisten Besucher und konnten dann richtig lachen, als ein Lama den Tierparkchef am Zaun persönlich begrüßte. "Das ist unser ältestes Lama Lisa", sagte er und streichelte das zirka 20 Jahre alte Tier. Es hatte nicht gespuckt, steckte aber den Menschen ziemlich neugierig seinen Kopf entgegen. Weiter hinten im Gehege standen zwei Jungtiere, beide ein halbes Jahr alt. Sie wurden von der fünfjährigen Mathea aus Berlin auf die Namen "Lilli" und "Marlen" getauft.

Danach wurde es richtig spannend, denn die Mädchen und Jungen durften in das Gehege der Alpakas. Alle bekamen von Torsten Eichholz ein Stück Brot und kletterten flink durch die Zaunlatten der Eingangspforte. Sofort kam "Packo", der Vater des zu taufenden Nachwuchses, den Besuchern in seinem Domizil entgegen. "Er zeigt sich heute von seiner ganz besonders lieben Seite", stellte Torsten Eichholz fest. Das Muttertier "Paula" blieb im Hintergrund, dicht daneben ihr weibliches Jungtier. Das Mädchen war ein Weihnachtsgeschenk für den Tierpark, denn es wurde am 23. Dezember 2016 geboren. Nun bekam es endlich einen Namen: "Pitti". Diesen bekam das Lama von der siebenjährigen Judith aus Berlin.

Auf dem Gelände fanden die knapp 4 000 Besucher des Tierparkfestes viel Abwechslung. "Es ist einfach schön hier", sagte Lena aus Glienicke. Die Siebenjährige kommt regelmäßig mit ihren Eltern. Die Familie hatte diesmal Möhren, Salat und Gurken dabei und extra Löwenzahn gesammelt für die Sikahirsche, die ein hellbraunes getupftes Sommerfell tragen und sich den Besuchern gegenüber sehr zutraulich zeigten. Lena nahm auch am Tierpark-Quiz teil - und beantwortete alle zehn Fragen richtig.

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