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Festival "Feuer und Flamme" mit Schwert und Kettenhemd

Spektakulär: Die Wikingergruppe "Huskarlaner" zeigte in Kremmen spannende Schwertkämpfe, erklärte den Besuchern aber auch, wie beschwerlich das Leben der Wikinger war.
Spektakulär: Die Wikingergruppe "Huskarlaner" zeigte in Kremmen spannende Schwertkämpfe, erklärte den Besuchern aber auch, wie beschwerlich das Leben der Wikinger war. © Foto: MZV
Inez Bandoly / 27.08.2017, 22:05 Uhr
Kremmen (OGA) "Feuer und Flamme für Kremmen" - unter diesem Motto stand das Scheunenviertel am Sonnabend im Mittelpunkt des Geschehens. Denn dort fand auf der Wiese vor dem Theater "Tiefste Provinz" das inzwischen 13. Festival statt.

Veranstalter Andreas Dalibor freute sich über die vielen Besucher am frühen Nachmittag. Es war ein schöner Sommertag und zahlreiche Zuschauer saßen bereits an den Partytischen vor der Bühne. Dort bereiteten sich Musiker auf ihren Auftritt vor. Währenddessen drehten Kinder ihre Runden auf dem Karussell und auf der Wiese daneben trainierten Männer mit Schild und Schwert für ihren späteren Schaukampf. Die Huskarlaner kommen aus ganz  Deutschland und hatten am Rande des Festivals ihre Zelte aufgeschlagen. Sie präsentierten sich in traditioneller Kleidung der Wikinger und führten mehrmals imposante Schaukämpfe vor. Ricardo aus Mecklenburg ist der Anführer der Gruppe, auch "Jarl" genannt. Das bedeutet Fürst oder Graf. Mehrmals im Jahr kommen sie zu Festen und präsentieren sich und ihr Zeltlager. Alles ist in Handarbeit gefertigt, ob Holzmöbel, genähte Zelte oder Kleider und Waffen. Bei den Schaukämpfen tragen die Männer oft bis zu 40 Kilogramm Kleidung, allein der Helm von Ricardo wiegt sieben Kilo. Diesen hatte er sich in der Ukraine anfertigen lassen, da das Schmiedehandwerk in Westeuropa nicht mehr so vertreten ist. Martin Ebert aus Oranienburg hat sein Lederhemd mit Stahllamellen selber genäht, den Helm hat er sich aus Spanien geholt. "Das ist so ein Kindheitsspleen", erklärte er. Er sei auf dem Dorf aufgewachsen und hat sich schon immer Holzschwerter gebastelt und damit gespielt. Jetzt hat er ein Schwert aus Stahl. Es ist stumpf und hat eine abgerundete Spitze, damit sich vom Vollkontaktkampf keiner verletzt.

Die Veranstaltung lockte am Abend dann mit einem Konzert mit vier Bands die Menschen an. Bis zu 400 Besucher erlebten zu Beginn die eher ruhige Musik der Band "Maxi" aus Oranienburg. Ihr folgten die Gruppen "Melotorium" sowie die "Kicker Dibs". Und den rockigen Rausschmeißer gab Oberhavels wohl älteste Boygroup "Dalibors Roadshow".

Auch Vorbeifahrende hielten an und gesellten sich zu den Menschen auf der Wiese. Wer "Feuer und Flammen" zum ersten Mal erlebte, war überrascht. Kein Eintritt und urgemütlich. Veranstalter Andreas Dalibor, Inhaber der Theaterscheune, erklärte, dass sich das Festival ausschließlich durch Standgebühren und die Einnahmen aus Speisen und Getränken finanziert.

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