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Gamensee zwischen Gersdorf und Krummenpfahl bietet Erholung für Schwimmer und Angler

Klares Wasser, Ruhe und Natur pur

Lieben die Ruhe und die Natur: Evelin und Klaus-Peter Zeitz aus Falkenberg schwimmen täglich zwei Kilometer im Gamensee, der von Schilf und Wald umsäumt ist. Auf Sand geht es ins Wasser.
Lieben die Ruhe und die Natur: Evelin und Klaus-Peter Zeitz aus Falkenberg schwimmen täglich zwei Kilometer im Gamensee, der von Schilf und Wald umsäumt ist. Auf Sand geht es ins Wasser. © Foto: MOZ/Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 28.08.2017, 06:51 Uhr
Falkenberg (MOZ) Ein Pfund, mit dem die Region wuchern kann, sind Badestellen mit ausgezeichneter Wasserqualität. Zur Ferienzeit stellen wir 27 von ihnen vor. Heute: der Gamensee bei Falkenberg (Kreis Märkisch-Oderland).

"Wir gehen von April bis Mitte September täglich an den Gamensee und schwimmen zwei Kilometer", versichern Evelin und Klaus-Peter Zeitz aus Falkenberg. Diese Distanz entspricht der Länge des Sees, die mit 2,2 Kilometer angegeben wird. Beide sind über 70. "Uns ist es egal, wie das Wetter ist. Daher brauchen wir keinen Arzt", ergänzt Klaus-Peter Zeitz stolz. Das Ehepaar schätzt das klare, saubere Wasser, die Ruhe und die Natur.

Der See ist von Schilf und Wald umgeben. Die bekannteste Badestelle liegt am südlichen Ende des Sees vorn an der schmalen Straße, die die Falkenberger Ortsteile Krummenpfahl, Gersdorf und Kruge verbindet. Dort ist eine große Wiese, die der Gersdorfer Gemeindearbeiter regelmäßig mäht. Weitere Badestellen sind am Spitz und am nördlichen Ende des Sees. Es gibt jedoch keine Infrastruktur - weder einen Steg, noch eine Rutsche. Er gehört nicht zu den offiziellen Badeseen, die Wasserqualität wird nicht überprüft. Aufgrund der Frequenz, des etwas abseits gelegenen Gewässers dürfte dies nicht erforderlich sein.

Klaus-Peter Zeitz springt seit 68 Jahren in den Gamensee. "Ich habe hier schwimmen gelernt", erzählt er. Früher als Jungs seien sie mit den Fahrrädern von Falkenberg zum Gamensee gefahren. "Wir hatten kein anderes Fortbewegungsmittel", fügt er lachend hinzu.

Auch Jörg Winkler aus Bad Freienwalde zieht den Gamensee dem Freibad in der Kurstadt vor, obwohl er nur wenige Minuten entfernt davon wohnt. Er ist Rettungssanitäter mit 24-Stunden-Schichten. In seiner Freizeit fährt er regelmäßig an dem Gamensee, um schwimmen zu gehen. "Herrlich", kommentiert er die Wasserqualität.

Die zeitweisen Bewohner der 130 Bungalows der Naherholungsgemeinschaft Gamengrund erfrischen sich auch im See. Auf der Badewiese ist es trotzdem nicht erforderlich, Liegeplätze mit Handtüchern zu reservieren.

Der Gamensee ist ein Relikt der letzten Eiszeit. Er liegt in einer glazialen Rinne, dem Gamengrund, in der sich mehrere Seen gebildet haben. Der Gamensee ist der nördlichste See in der Rinne, die ihn unterirdisch mit dem südlichsten Gewässer, dem gleichnamigen Gamensee bei Tiefensee verbindet. 15 Hektar groß ist der See, dessen nördlichstes Ende zugewachsen und versumpft ist. Über die Tiefe gibt es keine Erkenntnisse, sie wurde nie gemessen. Wer am Gamensee länger verweilen möchte, sollte sich sein Picknick mitbringen. Es gibt weder einen Imbiss noch einen Kiosk. Den gab es früher, aber er lohnte sich nicht. "Wir haben auch keine Entwicklung in dieser Richtung geplant", sagt Christian Ziche, ehrenamtlicher Bürgermeister von Falkenberg. Die Gemeinde habe gerade erst den See in ihren Besitz erhalten. Der Gamensee gehöre zu den 80 Gewässern, die das Land Brandenburg vom Bund gekauft und den Gemeinden übereignet hat, um die Naherholungsgebiete zu erhalten. "Wir werden aber die eingestürzte Schutzhütte am Gamensee wieder aufbauen", kündigt Ziche ab. Die Gemeinde werde zudem die Uferbereiche in Ordnung halten.

Nicht nur Schwimmer kommen auf ihre Kosten, auch die Angler. "Da ist alles drin - Wels, Hecht, Zander, Aal und Weißfisch", freut sich Joachim Buchwald aus Platzfelde, der erstmals im Gamensee seinen Köder ausgeworfen hat. Bewirtschaftet wird der See vom Harnekoper Fischer Hannes Böhm. Bei ihm hat Buchwald eine Angelkarte gekauft.

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