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750 Fahrzeuge und 3500 Besucher bei den Oder-Welse-Oldtimer-Days

Trabis, Traktoren, Trucks

Roland Lippke von den Treckerfreunden Kunow hatte neben Standmotoren, die einst Notstromaggregate für mobile Milchstände antrieben, seinen Steyr Diesel T 80, Baujahr 1956, zu den Oldtimer-Days nach Berkholz mitgebracht.
Roland Lippke von den Treckerfreunden Kunow hatte neben Standmotoren, die einst Notstromaggregate für mobile Milchstände antrieben, seinen Steyr Diesel T 80, Baujahr 1956, zu den Oldtimer-Days nach Berkholz mitgebracht. © Foto: MOZ/Oliver Voigt
Dietmar Rietz / 28.08.2017, 07:50 Uhr - Aktualisiert 06.09.2017, 12:03
Berkholz-Meyenburg (MOZ) Mehr Fahrzeuge, mehr Besucher, mehr Spaß - die Oder-Welse-Oldtimer-Days in Berkholz-Meyenburg sind gewachsen und ein starker Magnet für Freunde alter Schätzchen.

Mehr als 750 Fahrzeuge und schätzungsweise 3500 Besucher - viele Familien mit Kind und Kegel - hat das Organisationsteam nach Auskunft von Gerd Hohaus, Vorsitzender des Vereins Oldtimer & Technik Ost-Uckermark gezählt. Damit hatte sich die Einwohnerzahl des Dorfes Berkholz-Meyenburg für einen Tag schlagartig vervielfacht. Zu sehen waren auf dem Gelände im Gewerbegebiet Trabis, Traktoren und Trucks, Mopeds, Motoren und Mähdrescher, ostdeutsche Rennpappen, amerikanische Polizeiwagen und Straßenkreuzer. Die ersten Fahrzeuge rollten schon am Freitagabend an, berichtete Walter Kotzian vom Verein. Die Teilnehmer bauten Zelte oder Wohnwagen auf. Am Sonnabend strömten ab 10 Uhr Besucher auf den sonnigen Platz. Die Mitglieder und Helfer des Vereins hatten Rasen gemäht, Zäune, Absperrungen vorbereitet, für Stromanschlüsse gesorgt. Wer mit dem Auto zum Treffen kam, wurde von der Feuerwehr auf einen der kostenlosen Parkplätze eingewiesen.

Berkholz-Meyenburg (MOZ) Mehr Fahrzeuge, mehr Besucher, mehr Spaß – die Oder-Welse-Oldtimer-Days in Meyenburg sind gewachsen und ein starker Magnet für Freunde alter Schätzchen.   Mehr als 750 Fahrzeug und schätzungsweise um die 3500 Besucher – viel Familien mit Kind und Kegel darunter – hat das Organisationsteam nach Auskunft von Gerd Hohaus, Vorsitzender des Vereins Oldtimer & Technik Ost-Uckermark.
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Oldtimer-Days: Trabis, Traktoren, Trucks

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Jens Maschke schickte ein gutes Dutzend Fahrzeuge - vom Moped bis zum Jaguar E-Typ - auf die 60-Kilometer-Orientierungsfahrt in Richtung Stolpe, Landin und Criewen. Die Fahrer mussten Aufgaben lösen: Buchstaben und Schilder suchen, Fragen beantworten, einen Trabant-Zylinderkopf wechseln, Reifen werfen. Beim Simson-Beschleunigungsrennen dröhnten getunte Moped-Motoren. Philpp Döring aus Meuro war mit seinem Eigenbau auf einem S-51-Rahmen dabei. Beim Test auf dem Harz-Ring hatte er Platz 2 belegt, schaffte es dort auf der 100-Meter-Strecke auf 77 km/h.

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Oder-Welse-Oldtimer-Days Teil 2

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Traktoren sammeln, aufbauen, sorgsam in Schuss halten ist für Frauen und Männer auf dem Lande zum Volkssport geworden. Roland Liepke von den Treckerfreunden Kunow hatte neben Standmotoren, die einst Notstromaggregate für mobile Milchstände antrieben, seinen Steyr Diesel T 80, Baujahr 1956, mitgebracht. "Zu schade fürs Traktoren-Pulling oder für die Feldarbeit", sagte Liepke. "In dem Schätzchen steckt zu viel Arbeit." Für Heiko Ultsch dagegen ist das Pulling echter Männersport. Traktoren bekommen einen Bremswagen mit unterschiedlichen Gewichten angehängt. Wer am weitesten kommt, ohne sich einzugraben, gewinnt. Dafür braucht es pure Motorkraft und ein paar Traktoristen-Tricks. "Breitere Reifen bringen ein paar Zentimeter Streckengewinn", verrät Ultsch.

Besucher Siegfried Steinberg war einst Landmaschinenschlosser und hat alles repariert und gefahren, was ihm unter die Finger kam. Beim Blick auf einen blitzblank polierten Traktor vom Typ "Pionier" glänzten seine Augen. "Der Vorgänger hat noch Kanonen gezogen", erinnert er sich. "Das ist für mich hier wie eine Zeitreise durchs Berufsleben."

Opa Siegmund Urbanik rollte mit seinem Enkel Toni auf einem Einzylinder-D-15 heran. Was hält der Traktor-Fan von der ausgebrochenen aktuellen Diesel-Affären-Debatte? "Abwarten. Ein Dieselverbot wäre der Tod für das Hobby aller Trekkerfreunde. Ich hoffe, die Vernunft setzt sich durch und Oldtimer behalten ihren Bestandsschutz."

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