Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Weit mehr als 10 000 Gäste von der Vorführung landwirtschaftlicher Technik begeistert

Mit der Wucht von 20 Tonnen

Josefine Jahn / 28.08.2017, 18:43 Uhr
Friedersdorf (MOZ) Mehrere Tausend Besucher zählte das 5. Dampfpflügen in Friedersdorf am Wochenende. Die Hauptattraktion - der Dampfpflug - wurde stündlich präsentiert. Aber auch andere historische und moderne Technik wurde den Gästen präsentiert.

Die Zwanzigtonner, die die Hauptattraktion der 5. Auflage des Dampfpflügens sind, beeindruckten wohl vor allem durch ihre Kraft. Jede der beiden Dampfloks, die zwischen sich einen Kipppflug hin- und herziehen, verbraucht pro Hektar zu bearbeitender Ackerfläche 150 Kilogramm Kohle. Zur Kühlung sind parallel 750 Liter Wasser nötig. Bis in die 1960-er Jahre wurden solche Gespänne in der Landwirtschaft genutzt, bis sie von moderneren Geräten abgelöst wurden. Ein bisschen erschrecken einige Gäste, als eine der Loks laut tutet. Es ist das Signal dafür, dass der Pflug gekippt wurde und nun wieder in die entgegengesetzte Richtung pflügen kann. "Ganz schön wuchtig", bemerkt Besucher Harald Claus. Er ist aus Berlin angereist und nimmt die Schau mit seiner Kamera auf. "Gut, dass es mehrmals vorgeführt wird", sagt er. In der ersten Reihe sind die Plätze nämlich schnell belegt. "So etwas mal zu sehen, ohne den Fernseher anzuschalten, finde ich ganz toll", ist der Berliner begeistert.

Weniger wuchtig, aber mit ebenfalls viel Aufmerksamkeit bedacht, wurde das Modell einer Allchin TE7-Dampflok im Maßstab 1:4. Lutz Bringezu hat sich das in England gefertigte Stück vor vier Jahren gekauft und damit auf dem Festgelände in Friedersdorf die Blicke auf sich gezogen. Das Modell läuft wie seine großen Vorbilder mit Dampfantrieb. "Auch wenn es klein ist, sollte man Kinder eher davon fernhalten. Es ist eher ein Männerspielzeug", erklärt Bringezu, während er den Kessel seines kleinen Gefährts mit neuer Kohle befüllt.

Begeistert von der Fest-Atmosphäre waren die Musiker der Laub'ner Blaskapelle, die aus dem Allgäu angereist waren. "Ich bin jetzt zum dritten Mal dabei", sagt Sandra Groß. Die Mentalität der Menschen gefalle ihr. "Alle sind total freundlich und entspannt, es läuft irgendwie alles so umkompliziert", ist sie überrascht. Für den unkomplizierten Ablauf am Wochenende war maßgeblich der 24-Jährige Georg-Wilhelm König verantwortlich. Fest-Initiator Hans-Georg von der Marwitz hatte sich den Agrarwissenschaftler als Koordinator mit ins Festkomitee geholt. "Ohne ihn wäre das hier nicht möglich gewesen", bedankte sich Marwitz bei Georg-Wilhelm König und fügte hinzu, dass außerdem über 100 ehrenamtliche Helfer aus Friedersdorf das große Ereignis mitgestaltet und unterstützt haben.

Mehr Bilder zum Thema: www.moz.de/fotos

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG