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FWA repariert Rohrbruch an der Müllroser Chaussee / 5000 Haushalte zeitweise ohne Wasser

Flut auf Getreideacker gestoppt

Getreidefeld mit Wasserschaden: Der aufgrund eines Rohrbruchs überflutete Acker bei Hohenwalde
Getreidefeld mit Wasserschaden: Der aufgrund eines Rohrbruchs überflutete Acker bei Hohenwalde © Foto: MOZ/Thomas Gutke
Thomas Gutke / 29.08.2017, 07:30 Uhr
Hohenwalde (MOZ) Die Havarie an der Müllroser Chaussee ist behoben. Am Montag reparierte die FWA den Rohrbruch auf dem unter Wasser stehenden Getreidefeld von Landwirt Herbert Kania. 5000 Haushalte zwischen Hohenwalde und Müllrose waren bis zum frühen Nachmittag von der Wasserversorgung abgeschnitten.

Herbert Kania kann vorläufig aufatmen. Die Flut, die sich seit Freitag aus einem gebrochenen Rohr quer über eines seiner Getreidefelder ergoss, ist vorläufig gestoppt. Bereits am frühen Montagmorgen hatte die Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft zwischen Markendorf und Hohenwalde mit entsprechenden Erdarbeiten begonnen. "Gegen 11 Uhr wurde dann das Wasser abgestellt, um den Rohrbruch zu beseitigen. Seit 13 Uhr wird die Leitung wieder langsam befüllt", erklärte Anne Silchmüller vom Bereich Öffentlichkeitsarbeit der FWA am Nachmittag.

Der Schaden befindet sich an einer Hauptversorgungsleitung, die von Frankfurt nach Müllrose führt. 5 000 Haushalte der Ortschaften Müllrose, Dubrow, Kaisermühl, Biegenbrück und Hohenwalde waren von den Reparaturarbeiten betroffen. "Wir haben noch versucht, die Leute kurzfristig über das Radio zu informieren. Bis 12.30 Uhr hatten wir dann nur einige Anrufe aus Hohenwalde. Das Wasser war ja nicht gleich überall weg", berichtet Sprecherin Anne Silchmüller.

Herbert Kania hatte den Rohrbruch am Freitag bemerkt. Beim Einholen des Strohs versanken Mähdrescher und Ballenpresse regelrecht im durchnässten Boden. Der Landwirt meldete den Schaden gegen 17 Uhr bei der FWA. Noch am frühen Abend begutachtete die Rohrnetzbereitschaft die Rohrbruchstelle auf dem Acker und sicherte den Bereich ab. "Der Leiter vom Dienst und der Leiter des Rohrnetzes schauten sich die Stelle am Sonnabendvormittag dann noch einmal an und entschieden, mit der Reparatur bis Montag zu warten." Denn, so Anne Silchmüller, es habe weder eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben bestanden noch seien Gehwege oder Straßen unterspült worden. Zudem habe man 5000 Haushalten nicht am Wochenende stundenlang das Wasser abstellen wollen. "Während die meisten Leute auf der Arbeit sind, ist das natürlich günstiger".

Unterdessen flossen am Sonnabend und Sonntag Tausende Liter Wasser quer über den nach Osten hin abfallenden Acker von Herbert Kania. An vielen Stellen bildeten sich Rinnsale und Pfützen, ohne Gummistiefel ging im Morast nichts. Auf dem gut fünf Hektar großen Feld baut der 68-Jährige zusammen mit seiner Familie Triticale, Roggen und Weizen an. Das Getreide ist bereits abgeerntet. Nach dem Wasserschaden macht sich der Frankfurter jedoch vor allem Sorgen um das kommende Jahr. "Das Wasser schwemmt mir die ganzen Nährstoffe aus dem Boden weg. Das Feld können Sie vergessen".

In der Vergangenheit wurde die betroffene Leitung laut FWA an der Müllroser Chaussee bereits zweimal repariert - im April 1996 und im Dezember 2012.

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