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Chorinbund und Kirchenkreis Barnim bieten anlässlich des Reformationsjubiläums ein Konzert an

Martin Luther zum Genießen

© Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Viola Petersson / 30.08.2017, 06:00 Uhr
Chorin (MOZ) Deutsche Messe nach Martin Luther statt klassisches Chorinfest mit "Markt der Möglichkeiten". Eigentlich wäre das traditionelle Evangelische Chorinfest 2017 zugleich Kreiskirchentag gewesen. Doch im Jubiläumsjahr "500 Jahre Reformation" ist vieles anders. So auch beim Chorinbund und beim Barnimer Kirchenkreis. Gemeinsam laden beide am 10. September im Kloster zu einem hochkarätigen, reformatorischen Konzert ein.

Die Capella Angelica, die Lautten Compagney sowie der Staats- und Domchor Berlin führen im Kirchenschiff der früheren Zisterzienserabtei die "Deutsche Messe nach Martin Luther" auf, informiert Pfarrer Andreas Lorenz. Anlässlich des Reformationsjubiläums habe man sich entschieden, den Kreiskirchentag eben nicht herkömmlicher Weise zu feiern. Zumal die Organisation doch mit viel Mühe verbunden sei. Stattdessen soll der 10. September in erster Linie Vergnügen sein. Und eine Form des Dankes. "Mit dem Konzert verbinden wir die Idee, den Einsatz der Gemeindekirchenräte sowie das Engagement der vielen ehrenamtlich Tätigen zu würdigen", so Lorenz. Deshalb erhielten sie eine Gratis-Karte zu dem öffentlichen Konzert. Und im Anschluss an die Aufführung gebe es einen Empfang des Kirchenkreises im Refektorium.

Die Aufführung der "Deutschen Messe" in Chorin falle zusammen mit dem von der Evangelischen Kirche ausgerufenen Tag der Freiheit und dem bundesweiten Tag des offenen Denkmals. Eine hervorragende Symbiose also, wie der Brodowin-Choriner Pfarrer findet.

Die "Deutsche Messe" sei gewissermaßen die Antwort auf die Frage, welche Auswirkungen die Reformation auf die Gottesdienstgestaltung hatte, so Lorenz weiter. Musik in Form von liturgischen Gesängen, Liedern, Chorälen und Figuralmusik spielte und spielt bekanntlich bei der Gestaltung von Gottesdiensten eine große Rolle. 1526 war in Wittenberg Martin Luthers Schrift "Deutsche Messe und Ordnung eines Gottesdienstes" erschienen. Mit Werken unter anderem von Praetorius, Schütz und Crüger werde ein Gottesdienst von 1660 liturgisch und musikalisch wieder lebendig, macht der Pfarrer auf den etwas anderen Jubiläumsbeitrag neugierig.

Am Tag zuvor wird im Kloster eine Ausstellung unter dem Titel "Drei Schwestern" eröffnet. Im Mittelpunkt dieser Schau stehen die Stülerkirchen Brodowin, Oderberg und Hohensaaten. Die Exposition thematisiert das Erbe Schinkels durch den Baumeister Friedrich August Stüler. Am Nachmittag ist der Schinkel-Schüler dann live in der Oderberger Kirche zu erleben - in einer szenischen Lesung. Der Eberswalder Schauspieler Steffen Scheumann als Stüler vermittelt einen Eindruck von der Entstehung der neugotischen Basilika.

Karten für das Konzert am 10. September, 16 Uhr, sind im Kloster Chorin erhältlich.

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