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Gemeindevertreter will, dass in der Bürgerschaft doch noch über die Gestaltungssatzung diskutiert wird / Zweites Treffen am Sonntag

Engagement für vorzeigbaren Friedhof

Regt Diskussion an: Gemeindevertreter Manfred Arndt sorgt sich unter anderem darum, dass Teile des Friedhofs womöglich entwidmet werden.
Regt Diskussion an: Gemeindevertreter Manfred Arndt sorgt sich unter anderem darum, dass Teile des Friedhofs womöglich entwidmet werden. © Foto: MOZ/Gerd Markert
Margrit Meier / 30.08.2017, 19:47 Uhr
Fredersdorf-Vogelsdorf (MOZ) Manfred Arndt treibt die neue Friedhofsverwaltungssatzung um. Der Gemeindevertreter befürchtet, dass Tatsachen geschaffen werden, die aus seiner Sicht zu kurzfristig gedacht sind. Er ruft am Sonntag zu einem zweiten Vor-Ort-Treffen nach Fredersdorf-Nord.

Wer sich am Friedhof in Nord auskennt, der weiß, dass das Acker-Pachtland von Hobby-Landwirt Manfred Arndt direkt daran grenzt. Man könnte ihm böswillig unterstellen, dass er seinen Acker für sich retten will. Denn ein Teil des Pachtlandes ist Friedhofserwartungsland. Doch das Gegenteil stellt sich heraus. Manfred Arndt möchte, dass der Friedhof größer und so gestaltet wird, dass er vorzeigbar wird wie der in Petershagen. "In der Vorlage heißt es, dass es auch um eine Friedhofsgestaltungssatzung geht. Und da will ich mich einbringen", betont er. Die Satzung habe zwar öffentlich ausgelegen, aber im Grunde gab es keine Hinweise. Deshalb hat Arndt am vorigen Sonntag bereits zu einem Vor-Ort-Termin interessierte Bürger eingeladen und schiebt am 3. September, 16 Uhr, ein zweites Treffen hinterher.

Seine ersten Ideen sind, dass zunächst die neue Satzung auf Eis gelegt wird, so dass in der Bürgerschaft doch noch diskutiert werden kann. Sein wichtigstes Anliegen ist ein rund 800 Quadratmeter großes, eingezäuntes Areal links hinten in der Ecke. Das will Arndt zu einer Gemeinschaftsanlage für Erdbegräbnisse umgestaltet wissen. Die Grüne Wiese für Sargbestattungen also. Und mit einem Stein versehen, auf dem die Namen und Lebensdaten der Verstorbenen eingraviert werden. "Allein in Fredersdorf-Nord leben rund 6500 Menschen. Viele aus umliegenden Gemeinden lassen sich hier beerdigen. Darauf sollten wir vorbereitet sein", sagt Arndt. Er würde auch gern den Acker, der direkt an den Friedhof grenzt, in einen Park umgestalten, so wie es nach seinen Recherchen die Altvorderen geplant hatten. Frischen Mutterboden regt er an, aufzubringen, aber auch den Bau einer Toilette.

Noch etwas ist ihm ein Dorn im Auge: Viele Grabsteine sollen demontiert werden. Entweder, weil die Liegezeit abgelaufen, oder weil sie wacklig sind. "Wir könnten die Steine wichtiger Fredersdorfer aufbewahren, so dass auch die späteren Generationen wissen, wer hier beerdigt wurde,", regt er an.

Treffen am 3. September, 16 Uhr, am Friedhofs-Eingang, Sebastian-Bach-Straße.

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