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Biesdorfer Erntekrone vereint vier Getreidesorten / Vorbereitungen für Fest laufen auf Hochtouren

Weizen, Roggen, Hafer und Gerste

Vier Getreidesorten schmücken die diesjährige Biesdorfer Erntekrone: Erika Tamme, Hannelore Heise, Helene Laue (9), Regina Scheib und Bärbel Reymayer zupfen, teilen und befestigen Weizen, Hafer, Gerste und Roggen an dem Gestell.
Vier Getreidesorten schmücken die diesjährige Biesdorfer Erntekrone: Erika Tamme, Hannelore Heise, Helene Laue (9), Regina Scheib und Bärbel Reymayer zupfen, teilen und befestigen Weizen, Hafer, Gerste und Roggen an dem Gestell. © Foto: MOZ/Katrin Hartmann
Katrin Hartmann / 01.09.2017, 06:53 Uhr
Biesdorf (MOZ) Die Ernte ist eingefahren, die Felder werden neu bestellt. Auch die Biesdorfer wollen diese Zeit des Jahres mit einem Fest feiern. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren, unter anderem in der Scheune von Regina Scheib.

"Fest müssen sie sitzen, aber nicht zu fest, sonst brechen die Halme durch", erklärt Hannelore Heise als sie den Weizen an die Erntekrone bindet. "Weizen macht sich am besten." Gereicht werden ihr die Halme von Erika Tamme.

Auf dem Tisch daneben haben Regina Scheib und Bärbel Reymayer fein säuberlich die vier Getreidesorten sortiert, die bereits in Teilen an der Erntekrone festgebunden wurden: Gerste, Hafer, Roggen und der besagte Weizen. "Alles aus dem Dorf beziehungsweise der näheren Umgebung", sagt Regina Scheib, die für das Binden die Scheune auf ihrem Landwirtschaftshof bereitgestellt hat. "Hier ist einfach am meisten Platz und wir können das Gestell der Krone in der Höhe rückengerecht verstellen", sagt sie.

Die vier Frauen und Nachwuchserntebinderin Helene Laue (9) kümmern sich bereits seit Jahren darum, dass die Biesdorfer jedes Jahr eine präsentable Erntekrone haben. Nicht lange nachdem Hannelore Heise in die Wriezener Gemeinde gezogen war, wollte sie sich ins Dorfleben einbringen. "Das funktioniert bei uns gut", sagt Bärbel Reymayer. "Der Kontakt ist schnell da und wir haben Glück: Bei uns bringt sich jeder ein bisschen ein", sagt die Biesdorferin. Dem stimmen auch die anderen Frauen zu. "Unser Verein Kirche und Dorf teilt sich jedes Jahr vor dem Erntefest auf", erklärt Regina Scheib. Manche Aufgaben werden gemeinsam bearbeitet, andere in kleineren Untergruppen. "Das funktioniert gut. Und so hat jede andere Gruppe auch noch einen kleinen Überraschungseffekt beim Fest", sagt die Landwirtin. Die Erntekronefrauen haben sich für das Fest zum Beispiel noch ein kleines Programm ausgedacht.

Mit der Vorbereitung und Organisation des Festes ist allerdings nicht nur der Verein "Kirche und Dorf" in Biesdorf beschäftigt. "Wir arbeiten sehr eng mit der Feuerwehr zusammen", sagt Regina Scheib.

Kathrin Müller, Vereinsvorsitzende, hatte bereits vergangene Woche mitgeteilt, dass die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen. Beide Organisatoren, die Mitglieder der Feuerwehr sowie des Vereins, "arbeiten Hand in Hand", um am Sonnabend wieder ein buntes und üppiges Fest auf die Beine zu stellen.

Zum Erntefest gehören natürlich auch die Produkte der Ernte. Diese werden etwa in Kuchen oder einem Eintopf verarbeitet, der heute Abend bei Erika Tamme gekocht wird. "Erika hat noch eine alte Waschschüssel", sagt Regina Scheib. Eine Schüssel, in der passenderweise größere Mengen zubereitet werden können. Den Kochlöffel für den Eintopf schwingt allerdings nicht Erika Tamme, sondern Carola Dückert, erklären die Frauen. "Wir schneiden fleißig alle Zutaten", so Regina Scheib. Auch die Backöfen werden heute noch einmal heiß laufen. Denn jedes Jahr gehört auch ein reichhaltiges Kuchenbuffet zum Wohlbefinden.

Beginn des Erntefestes ist, für Interessierte, bereits um 11 Uhr in der Biesdorfer Kirche. Dort wird Pfarrer Christian Kohler den Erntegottesdienst sprechen. Ab 14 Uhr tuckern dann Trekker und andere Landwirtschaftsmaschinen aller Art durch das Dorf. Letzter Halt wird die Festwiese gegenüber der Kirche sein. Dort soll auch die Erntekrone die entsprechende Bewunderung unter den Besuchern finden. Angebracht wäre es jedenfalls. Hannelore Heise, Erika Tamme, Regina Scheib, Bärbel Reymayer und Helene haben sich alle Mühe gegeben.

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