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Innenminister Schröter und SPD-Fraktionschef Bischoff inspizieren Feuerwehrgerätehaus Golzow

Motivationsschub per Finanzspritze

Amtsbrandmeister René Dörbandt (l.) begrüßt Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz-Schröter (SPD) in der Feuerwache Golzow.
Amtsbrandmeister René Dörbandt (l.) begrüßt Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz-Schröter (SPD) in der Feuerwache Golzow. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Viola Petersson / 01.09.2017, 07:55 Uhr
Chorin (MOZ) Der Fördermittelbescheid war schon vor wenigen Wochen im Rathaus Britz eingetroffen. Jetzt konnten sich Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz-Schröter (SPD) sowie der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Mike Bischoff selbst ein Bild von der Notwendigkeit der Sanierung und dem dringenden Handlungsbedarf machen. Am Donnerstag inspizierten die zwei - gemeinsam mit den Barnimer Landtagsabgeordneten Daniel Kurth und Britta Müller - das Feuerwehrgerätehaus Golzow. "Und vergesst die Dachrinne nicht", erklärte Schröter sofort salopp mit Verweis auf das löchrige Etwas am Depot.

279 000 Euro erhält das Amt Britz-Chorin-Oderberg als Träger des Brandschutzes für die umfassende Modernisierung und den Umbau der Feuerwache Golzow. Was einer 50-prozentigen Förderung entspricht. Der Zuschuss kommt aus dem Kommunalen Infrastrukturprogramm des Landes. 15 Millionen Euro (von insgesamt 100 Millionen) sind dort allein für das Thema Brandschutz reserviert, erklärte Bischoff. Das Programm laufe zwar noch bis 2019, doch die Liste für Feuerwehrinvestitionen sei schon jetzt "überzeichnet", ergänzte Minister Schröter. Und zwar um das Zweieinhalbfache. "Weshalb ein Nachschlag toll wäre."

Mit dem Topf für Feuerwehrgerätehäuser trage man einerseits dem investiven Nachholebedarf Rechnung, andererseits sei es ein "Motivationsprogramm", so Bischoff. Denn die Stärke der freiwilligen Feuerwehren in den Gemeinden hänge natürlich auch von der Attraktivität der Wehren ab, waren sich Fraktionschef und Minister einig. "Und wir wissen sehr wohl, wie wichtig die Wehren im ländlichen Raum sind, nicht nur für den Brand- und Katastrophenschutz, sondern auch für den Zusammenhalt im Dorf."

Die Löschgruppe Golzow ist die einzige Feuerwehr im Barnim, die eine Finanzspritze aus besagtem Infrastrukturprogramm des Landes erhält. Und wie Amtsdirektor Jörg Matthes (SPD) befand, völlig zu Recht: "Ihr seid hier bei den Richtigen", begrüßte er die Gäste. Immerhin sei die Freiwillige Feuerwehr des Amtes Britz-Chorin-Oderberg die größte im ganzen Landkreis. "Größer als Eberswalde, größer als Bernau." 278 Aktive zählen die Löschgruppen, hinzu kommen etwa 90 Jugendliche. Für all sie seien der Besuch und die Finanzspritze auch "eine Form der Anerkennung", so Matthes.

Die Golzower Mannschaft besteht aus 19 Aktiven. In den vergangenen Jahren haben die Mitglieder bereits viel in Eigenleistung am Depot gemacht. Für 558 000 Euro sollen nun bis Ende 2019 u. a. Dach, Fußboden, Heizung, Sanitäranlagen erneuert werden. Und es soll ein zweites Rolltor eingebaut werden. Seit 2014 schon liefen aufgrund der maroden Zustände am Mühlenberg Planungen zur umfassenden Sanierung. Allein es fehlte bislang am Geld.

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