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Am Sonnabend werden 27 Kinder in Lindenberg eingeschult - die MOZ hat mit drei von ihnen gesprochen

Ach, du Kita-Zeit, ade

Tauschen Spielplatz gegen Schulbank: Lilly Preuß, Henry Lehmann und Willy Preuß haben gemeinsam die Kita Rappelkiste in Glienicke besucht. In dieser Woche hieß es Abschiednehmen für sie.
Tauschen Spielplatz gegen Schulbank: Lilly Preuß, Henry Lehmann und Willy Preuß haben gemeinsam die Kita Rappelkiste in Glienicke besucht. In dieser Woche hieß es Abschiednehmen für sie. © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Tatjana Littig / 01.09.2017, 07:55 Uhr
Glienicke (MOZ) Zwischen festlich gekleideten Kindern und Erwachsenen werden am Sonnabend Lilly und Willy Preuß sowie Henry Lehmann Platz nehmen. Die drei gingen zusammen in die Kita Rappelkiste in Glienicke. Künftig werden sie in Klasse "c" in der Grundschule in Lindenberg lernen.

Die Zwillinge Lilly und Willy aus Herzberg sind aus dem Häuschen. "Ich freue mich schon ganz schön auf die Schule", sagt der sechsjährige Willy Anfang der Woche. Henry nickt. Auch der fünfjährige Junge aus Diensdorf-Radlow wird am Sonnabend in der Rolf Zuckowski Grundschule in Lindenberg eingeschult. "Ich bin aber auch aufgeregt", gesteht er. "Papa hat schon ein Zelt aufgebaut", platzt es wenig später aus Lilly heraus. Mit Freunden und Verwandten soll nach der Einschulungsfeier, die von der Grundschule im Gasthaus Görsdorf ausgerichtet wird, noch privat weiter gefeiert werden. "Mit Schnaps und Bier", berichtet ihr Bruder. Und Feuerwerk! "Das werden wir bestimmt auch sehen", meint Henry.

Was sie zu ihrer Einschulungsfeier tragen wird, das weiß Lilly schon ganz genau. "Ich habe ein schwarzes Kleid mit weißen Punkten", berichtet sie fröhlich. Weil das Ganze aber farblich nicht genug Pep hat, will sie einen roten Rock darunterziehen. Der schaue dann unten raus, erzählt sie. Was sie auch noch erzählt: Oma musste am Kleid Hand anlegen. "Es hat gepiekt unterm Arm", berichtet die Sechsjährige und reißt ihre Arme in die Höhe. "Hier so", sagt sie und streicht sich links über die Seite. "Also ich ziehe mir ein cooles T-Shirt an und eine schöne Hose und ein schönes Cappy", gibt Henry zu Protokoll. Der andere Junge im Bunde ist unentschlossen. "Es ist unwichtig", findet er, "mir geht's nur um die Schultüte!"

Die Schultüte, ja, die ist so ein Thema für sich. "Ich glaube, wir haben auch Süßigkeiten drin", sagt Willy. Einen Akku-Schrauber hat sich Henry gewünscht: "Ich will ein bisschen Schrauben reindrehen und ein bisschen Sand rumrühren", erklärt er. Wie seine Schultüte aussehen wird, das bleibt für den Jungen bis Sonnabend ein Geheimnis. Auch seinen Schulranzen hat er noch nicht gesehen. Was die Schultüte angeht sind die Zwillinge genau so ahnungslos. Anders ist es um ihre Ranzen bestellt: Willy bekommt einen türkisfarbenen mit Fußbällen, seine Schwester einen roten mit weißen Punkten - und Pferden. So ein Ranzen sei ganz schön teuer, berichtet Lilly.

Worauf sie sich in der Schule am meisten freuen? "Ich freue mich aufs Lernen und dass ich endlich lesen lernen kann", antwortet die Sechsjährige prompt. "Endlich lesen zu können", das sagt auch Henry. "Und ich freue mich auf Englisch", fügt Willy an. Nach einer kurzen Bedenkpause meldet sich Lilly erneut zu Wort: "Ich freue mich eigentlich auf alles!" Die beiden Jungen schmunzeln und nicken.

"Wenn man lieb ist und allen hilft, muss man keine Hausaufgaben machen", erzählt Willy am Rande. Von wem er das hat? Von seiner Mama. Ach, welch' ein Missverständnis ...

Fest steht: Künftig wird sich so einiges im Leben der drei Kinder ändern. Kita-Zeit ade, heißt es nun. "Ich werde die Erzieher vermissen", sagt Lilly. "Mir werden die Kinder fehlen", ergänzt ihr Bruder. Gibt es etwas, das ihnen im Hinblick auf die Schule Bauchweh bereitet? Gedichte vor anderen aufsagen zu müssen, antworten alle drei. Dem Fünfjährigen aus Diensdorf-Radlow fällt noch etwas ein: "Ich schlafe gerne lange", erzählt er. Eine Lösung für dieses Problem hat er selbst parat: "Vielleicht lass ich die Jalousie einfach oben."

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