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Grüneberger Umzugsspaß mit Tradition

Bunt und lustig: Mit viel Mühe haben die Teilnehmer des Grüneberger Erntedankfest-Umzuges ihre Wagen geschmückt, manche hatten auch bestimmte Themen. Im hinteren Wagen ist ein Luther als Beifahrer zu entdecken.
Bunt und lustig: Mit viel Mühe haben die Teilnehmer des Grüneberger Erntedankfest-Umzuges ihre Wagen geschmückt, manche hatten auch bestimmte Themen. Im hinteren Wagen ist ein Luther als Beifahrer zu entdecken. © Foto: MZV
Aileen Hohnstein / 04.09.2017, 06:00 Uhr
Grüneberg (GZ) Wenn Luther vom Wagen lächelt, der bunt geschmückt ist mit Blumen, kann das nur eins heißen: In Grüneberg waren sie wieder kreativ. Am Sonnabend wurde dort der traditionelle Erntedankfest-Umzug veranstaltet.

Beim diesjährigen Luther-Jubeljahr mussten die Mitfahrer und Bastler eines ganz besonderen Wagens nicht lange nach dem Motto suchen. "Bei 500 Jahren lag das fast schon auf der Hand", sagte Sebastian Schläwicke, der als Luther verkleidet war und lächelte. Obwohl er mittlerweile nach Norwegen ausgewandert ist, kommt er jedes Jahr wieder zurück nach Grüneberg. "Das ist Tradition und lohnt sich auf jeden Fall." Mit ihm haben acht weitere Personen den Wagen zum Augenfang aufgepeppt. Fünf Generationen sind dabei, von der zweijährigen Amalie bis hin zur 91-jährigen Luise Salzwedel. Und das Motto fürs nächste Jahr haben sie bereits im Kopf.

Ähnlich viel Spaß hatten viele weitere Teilnehmer beim Umzug. 33 Fahrzeuge und Reiter wurden gezählt, die von den zahlreichen Zuschauern bei der Fahrt durch Grüneberg freudig beklatscht wurden. Selbst aus Berlin kam Melanie Dietrich angereist, um beim Umzug mitzumachen. Die Freizeitreiterin war mit ihrem Hengst, der in Schönerlinde steht, schon vor zehn Jahren dabei gewesen. Zum ersten Mal hingegen fuhren die Grüneberger Zwillinge Chantal und Celine auf ihren Schwalben mit. Erst seit vier Wochen sind sie stolze Besitzerinnen des Führerscheins.

Ortsvorsteher Karl-Heinz Wacker, der das einstündige Spektakel moderierte, war von den Teilnehmern begeistert: "Alle haben sich richtig viel Mühe gegeben." Und obwohl am Wochenende Einschulung war, konnte er über die Stimmung am Straßenrand und die Zahl der Teilnehmer nicht meckern. "Das ist ein sehr schöner Umzug. Alle wollen sich hier treffen und einfach miteinander reden. Darum geht es bei uns." Trotz einer kurzfristigen Absage eines Showacts war er vom weiteren Erfolg der Veranstaltung überzeugt - mit Musik und guter Laune sollte es bis in die frühen Morgenstunden weitergehen.

Nur eins fehlte einigen Besuchern dann doch. Oder vielmehr jemand. Disco-Otto, der immer für die passende Partymusik gesorgt hatte, starb vor zwei Jahren. In dessen große Fußstapfen soll seitdem Marco Mohrin treten. "Wir kennen seine Musikliste nicht, wir müssen improvisieren. Aber die Tradition wird weitergeschrieben."

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