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Fantasievoll geschmückte Traktoren und Wagen beim Biesdorfer Erntefest / Peter Böhm aus Altranft als Musiker engagiert

Für Festumzug noch Kartoffeln gebuddelt

Steffen Göttmann / 04.09.2017, 06:40 Uhr
Biesdorf (MOZ) 23 Gruppen und prächtig geschmückte Fahrzeuge haben am Sonnabend den traditionellen Umzug zum Biesdorfer Erntefest bereichert. Zahlreiche Zuschauer säumten die Dorfstraße und jubelten Fahrern und Passagieren zu.

Annika Blum und Ray Müller mit den Söhnen Hugo und Emil Müller haben ihren Traktor und den Wagen mit allem geschmückt, was der Garten hergibt. Was sie am Freitagabend schafften, holten sie noch am Sonnabendvormittag mit vereinten Kräften nach. "Wir haben extra noch Kartoffeln und Zwiebeln gebuddelt", berichtete der Familienvater. "Die Blumen haben wir jedoch extra eingekauft", erzählte er. Sie wurden zu Girlanden gebunden, die den Wagen schmückten. Die Familie macht jedes beim Umzug mit, aber nicht immer mit Hänger. Damit dieser besser aussieht, habe er die Holzwände gestrichen, so Ray Müller.

Kathrin Müller bedankte sich im Namen des Vereins Dorf und Kirche Biesdorf bei den Fahrern mit Präsenten und mit Süßigkeiten bei den Kindern. Einige Jungen steuerten liebevoll mit Sonnenblumen und Maiskolben dekorierte Rasentraktoren. Ortsvorsteherin Sylvia Wesolek stellte Fahrer und Passagiere namentlich vor.

"Ein Umzug ohne Musik geht gar nicht", sagte Manfred Scheib.Der Landwirt aus Biesdorf hatte daher Peter Böhm aus Altranft engagiert. Vom ersten Wagen erklang mit Unterstützung seines Akkordeons die Brandenburg-Hymne "Märkische Heide".

"Wir hätten noch gerne eine Pauke gehabt", fügte Manfred Scheib hinzu. Doch diese war auf die Schnelle nicht aufzutreiben. Scheib beschloss mit seinem Trecker den Umzug. Auf dem Strohballen am Vorderlader transportierte er eine geflochtene Maus.

Die Erntekrone durfte in diesem Jahr Uwe Wesolek, der Gatte der Ortsvorsteherin, beim Umzug präsentieren. Sie hing in der Mitte des Zuges am Vorderlader seines Traktors. Den weitesten Weg zum Festumzug hatte Tamrat Goitom aus Eritrea (Afrika) auf sich genommen. Der 18-Jährige durfte den Rasentraktor von Elke Hammer fahren.

Regina Müller ging mit einer Klingelbüchse Klinkenputzen und bat alle Gäste um einen Euro. "Mit den Geld finanzieren wir den Umzug im nächsten Jahr", verriet Regina Müller, die jedes Jahr die Zuschauer anspricht. Unter sie hatten sich Wriezens Bürgermeister Uwe Siebert (parteilos) sowie seine Herausforderer, Jutta Werbelow (SPD) und Karsten Ilm (CDU) gemischt.

Nach dem Umzug gab es zuerst Kaffee und Kuchen, die die Frauen im Dorf gebacken hatten. Der Appetit war riesig, denn die Schlange reichte vom Kuchenbuffett bis auf die Straße. Als ein heftiger Regenschauer niederging, fanden alle ein Plätzchen im Gemeindehaus.

Mit einer Zirkusaufführung der Kinder startete das Unterhaltungsprogramm im Festzelt. Ihnen folgte Eberhard Koß, ein Alleinunterhalter aus Oderberg.Wie man aus Lampenschirmen, Blumenvasen und Brotkörben fantasievolle Kopfbedeckungen kreiert, zeigten Frauen aus dem Dorf bei einer Hutmodenschau.Nach weiteren Späßen durfte getanzt werden.

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