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Dreitägige Techno-Party "Twin Lakes" am Glower See mit internationalen und einheimischen Gästen

Im Zamperkostüm zum Festival

International angesagter Musiker: DJ Solee hatte am Sonnabend seinen Auftritt. Im Publikum: Fans aus Israel, die extra wegen ihm nach Deutschland gereist waren. Das riesige Festivalgelände am Glower See bot Platz für 1000 Gäste und drei Bühnen
International angesagter Musiker: DJ Solee hatte am Sonnabend seinen Auftritt. Im Publikum: Fans aus Israel, die extra wegen ihm nach Deutschland gereist waren. Das riesige Festivalgelände am Glower See bot Platz für 1000 Gäste und drei Bühnen © Foto: Anselm Kühl
Anselm Kühl / 05.09.2017, 07:03 Uhr - Aktualisiert 05.09.2017, 12:36
Glowe (MOZ) "Boris Brejcha", "Aka Aka", "Ilario Alicante": Klingende Namen in der Elektro-Szene, doch seit Sonntagabend sind die Klänge am Glower See verstummt. Das dreitägige Technofestival, "Twin Lakes" ist erfolgreich zu Ende gegangen. Viele Gäste waren bunt kostümiert.

Rund 1000 Fans aus ganz Deutschland und einige noch weiter angereiste Gäste hatten sich von Freitag bis Sonntagabend auf dem ehemaligen 50 000 Quadratmeter großen Militärgelände in Glowe versammelt. Auf drei Bühnen legten sich mehr als 50 renommierte, internationale DJs und Live Acts für die Musikfans ins Zeug.

Techno- und Elektro-Event am Glower See
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Twin Lakes Festival

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Diese genossen den besonderen Charme des Veranstaltungsorts. "Ich finde es schön, dass der Platz so abseits der Zivilisation liegt, da kann man dann mal richtig abgehen," fand der 24 jährige Leipziger Elias Grösel. Passend zum Veranstaltungsort hatten sich Max (21) aus Eisenhüttenstadt und Marian (21) aus Neuzelle gekleidet. Das Duo, das sich "Furry Task Force" nannte, hatte Schusswesten, Bundeswehr-T-Shirts und Stiefel an. Ihre bunte Gesichts-Bemalung und der Blumenschmuck am Hut nahm den militärischen Outfits ihre Ernsthaftigkeit. Beide waren von der Musik und der Atmosphäre gleichermaßen begeistert. Max fand den DJ Felix Kröcher, der auf der Hauptbühne auftrat, besonders gut. Marian freute sich über den "total schönen und familiären Charakter" des Festivals.

Auch Christin Hahn (16) aus Beeskow, die "einfach mal vorbeischauen" wollte, genoss das Festival. Jasmin Wilke (16) aus Neubrück zeigte sich beeindruckt von der Größe des Areals: "Ich mag es, wie das Festival aufgebaut ist. Drei Bühnen, das ist echt riesig!" Die Hauptbühne befand sich zentral gelegen, eine weitere am Sandstrand, und die dritte etwas erhöht, mit Blick auf das Wasser. Einige Gäste waren weit gereist, um bei der Elektro-Musik am Glower See sich zu verausgaben. So der 44-jährige Däne Nikolaj. Die weiteste Anreise hatten Aviad Asher (25) und seine Freunde aus Israel. Sie waren extra nach Deutschland geflogen, um den in Israel bekannten deutschen DJ "Solee" live zusehen. "Solee is the best DJ", sagte der 25-Jährige unter dem zustimmenden Nicken seiner Begleiter.

Die Veranstalter hatten nicht nur für ein attraktives Lineup gesorgt, sondern auch für gute Technik. Caroliana Haubner (17) aus Birkholz lobte, dass "der Bass ballert". Am Ende zeigten sich alle befragten Gäste zufrieden. So auch Lisa Schulze (18) aus Zeust, die mit ihren Bekannten aus dem Friedländer Umkreis im Zamperkostüm erschienen war: "Es hat sich echt gelohnt, hierher zu kommen." Johann Leidel (27), der für "Twin Lakes" von München in seine Heimat zurückgekehrt war, fand die Idee des Festivals super: "Klasse, was für Jugendliche hier auf die Beine gestellt wurde, ich komme nächstes Jahr wieder."

Auch von der Bevölkerung in der Nachbarschaft ist die Veranstaltung überwiegend gut aufgenommen worden. Julia Walter (32) aus Glowe hatte einen Stand für die Festivalgäste aufgebaut und versorgte diese mit Kaffee, Kuchen und Bier. Daniela Weisshuhn (48) Glowe zeigte sich erfreut über den friedlichen Verlauf der Veranstaltung und die gute Stimmung der Gäste: "Gerne alle Jahre wieder!"

Die beiden Veranstalter Toni Roggan aus Müllrose und Silvio Gröschke aus Leißnitz zeigten sich am Ende zufrieden mit dem Ablauf und blickten zurück: Twin Lakes sei schon eineinhalb Jahre lang in Planung gewesen. "Die Idee war, etwas für die Region machen. Und das hat sich gelohnt, denn neben viel Spaß und guter Musik hat man auch viele nette neue Leute kennengelernt", resümiert Toni Roggan.

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