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Hennickendorfer nähten 1509-Meter-Kette

7545 bunte Wimpel schmücken Festort

Sam Dreyster / 06.09.2017, 06:00 Uhr
Hennickendorf (MOZ) Vor wenigen Tagen brachten Kameraden der Hennickendorfer Feuerwehr die bunte Wimpelkette an, die von Kerstin Tismer, Jacqueline Faber und Unterstützern aus dem ganzen Ort gestaltet wurde. Noch als Einstimmung auf das Festwochenende zum 650. Ortsjubiläum schmücken 7545 Wimpel auf einer 1509 Meter langen Kette die Strecke des Festumzugs entlang der Rehfelder Straße an der Kirche vorbei, über die Friedrichstraße zum Festplatz.

Als Mitglied des Organisationskomitees zu "650 Jahre Hennickendorf" befasst sich Kerstin Tismer bereits seit letztem Jahr mit dem Jubiläum des Rüdersdorfer Ortsteils. Doch die Wahlhennickendorferin wollte dem Festumzug noch einen besonderen Touch verleihen, wie sie sagt. Aus einer spontanen Idee heraus wurde schließlich eine Kette mit unterschiedlichsten Wimpeln gestaltet, die entlang der Festumzugsstrecke aufgehängt werden sollte. Dem Aufruf folgten viele Hennickendorfer, Kita- und Hort-, aber auch Schulkinder. "Fast täglich wurden Wimpel in den Briefkasten gesteckt oder in Kisten und Beuteln am Zaun und auf dem Grundstück abgegeben. Mit so viel Unterstützung hätten wir anfangs gar nicht gerechnet", so Tismer. Im Mai ging sie dann mit Freundin Jacqueline Faber ans Werk. "Ich hatte vorher noch nie genäht. Inzwischen ist es wie eine Therapie, eine Entspannung vom Alltag", sagt Kerstin Tismer schmunzelnd. Abends nach der Arbeit, am Wochenende sowie in jeder freien Minute saßen Tismer und Faber im Keller, sichteten die Stoffe, sortierten und nähten. Ihr Mann "Seppl" half von Anfang an mit und gab wichtige Hinweise.

Beim Tag der offenen Tür der Grundschule präsentierte Kerstin Tismer gemeinsam mit Daniela Apitz und Christine Frohloff ihre bisherige Arbeit. Aus den knapp 200 Metern Wimpelkette sind nun anderthalb Kilometer geworden. Die Mitglieder des Hennickendorfer Fördervereins für Städtpartnerschaft, Kultur und Sport (HFSKS) gaben eine Kiste mit 2272 Wimpeln ab. "Der Zusammenhalt bei dem Vorhaben, die Organisation und gegenseitige Unterstützung waren sensationell. Kerstin zeigte wieder einmal, dass sie für ihre Ideen begeistern und die Leute mitreißen kann", so Jacqueline Faber.

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