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Gebaggert wird längst in Grieben

Exakte Einmessung: Wenn heutzutage Leitungen in der Erde Leitungen verlegt werden, dann wird der Standort genau eingemessen und vor allem auch dokumentiert.
Exakte Einmessung: Wenn heutzutage Leitungen in der Erde Leitungen verlegt werden, dann wird der Standort genau eingemessen und vor allem auch dokumentiert. © Foto: MZV
Volkmar Ernst / 06.09.2017, 06:05 Uhr
Grieben (GZ) Der offiziell Spatenstich, mit dem die Bauarbeiten an der Dorfstraße in Grieben angezeigt wurden, war der 21. August. Einige Einwohner wundern sich nun, dass nichts weiter passiert.

Doch das ist gar nicht der Fall. Es wird bereits gebuddelt und gebaut, aber eben nicht auf der Dorfstraße, sonderen unter anderem im Rüthnicker Weg und in der Straße "Zur Wilhelmbrücke". Die sind für den Durchgangsverkehr bereits gesperrt. Lediglich die Baufahrzeuge und die Anlieger dürfen in die Straßen einfahren. In der Nähe der Einfahrten werden Rohre gelagert und lassen erahnen, dass in der Nähe etwas passiert.

Bei den Arbeiten in den Nebenstraßen handelt es sich um wichtige Vorarbeiten, ohne die die Sanierung der Dorfstraße gar nicht begonnen werden kann. Denn nicht nur der Belag der Dorfstraße wird grundhaft erneuert, dass heißt, komplett neu aufgebaut. Auch die vorhandene Regenentwässerung muss ausgetauscht werden. Deren schlechter Zustand war auch der Grund, dass entlang der Straßenränder immer wieder Fahrbahneinbrüche auftraten. Die alten Rohre waren marode und deshalb die Tragfähigkeit nicht mehr gegeben.

Doch wenn die Regenentwässerung gemacht wird, dann muss auch sichergestellt werden, dass das Wasser von der Fahrbahn weggeleitet werden kann. Ein weiteres Problem ergibt sich dadurch, dass das Wasser nicht einfach unbehandelt von der Fahrbahn in den Eichholzgraben geleitet werden kann. Also müssen vor Beginn der eigentlichen Straßenbauarbeiten erst die Leitungen gebaut werden, um das Wasser abzutransportieren und zu reinigen. Genau das passiert gerade. In der Straße "Zur Wilhelmbrücke" buddeln sich die Bauarbeiter zurzeit in Richtung Dorfstraße vor, um die rund einen halben Meter großen Leitungen zu verlegen. Der Leitungsverlauf über die Straße ist eine weitere Vorgabe, denn bislang wurde das Wasser über ein Privatgrundstück geleitet - ein noch aus DDR-Zeiten stammendes Relikt, das mit dem Bau gleich geändert werden soll.

Rainer Hollin, technischer Bau- und Projektleiter der aus den Firmen Eurovia und Strabag bestehenden Arbeitsgemeinschaft, geht davon aus, dass der Leitungsbau in der kommenden Wochen abgeschlossen werden kann. Klappt alles wie geplant, werden die Bauarbeiter dann am 18. September auf die Dorfstraße vorrücken. Auf einem etwa 400 Meter langen Abschnitt zwischen Bahnhofstraße und Triftweg wird dann gebaut. Zuerst wird auf der Seite des Dorfgemeinschaftshauses eine provisorische Fahrbahn angelegt, um genügend Baufreiheit für die danach auf der anderen Straßenseite anstehenden Arbeiten zu haben. Der Verkehr wird dann wechselseitig an der Baustelle vorbeigeleitet. Eine Ampel regelt die Durchlässigkeit.

Ist die Ersatzfahrbahn angelegt, wechseln die Bauarbeiten erneut auf die andere Fahrbahnseite. Dort wird dann zuerst die Fahrbahn abgefräst, um danach sowohl den Fahrbahnuntergrund als auch die Regenentwässerung zu erneuern.

Zeitgleich beginnt am 18. September der Bau der beiden Sedimentationsanlagen, von denen die eine im Rüthnicker Weg am Schmiedepfuhl und die andere in der Straße "Zur Wilhelmsbrücke" gebaut wird. Während dieser Zeit sind die Grundstücke im Baubereich nicht über die Straße "Am Wald" zu erreichen, so der Hinweis des Bauleiters. Ein Zugang über die Dorfstraße kann mit den Firmen abgesprochen werden.

Noch offen ist, ob die Bauarbeiten genutzt werden, um gleich auch noch die alten Wasserleitungen auszutauschen.

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