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Schulsanierung war ein Kraftakt

Jürgen Ohlwein / 06.09.2017, 17:42 Uhr
Rhinow (MOZ) Pünktlich zum Start des neuen Schuljahres wurden die Sanierungsarbeiten an der Otto-Lilienthal-Grundschule in Rhinow fertiggestellt. Mit dem Bewilligungsbescheid des Landesamtes für ländliche Entwicklung und Flurneuordnung war am 4. Oktober 2016 der Weg für die Sanierung frei gemacht worden.

"Das Sanierungsvorhaben wurde die Lokale Aktionsgruppe Havelland (LAG) gefördert. Die Gesamtkosten der Sanierungsarbeiten beliefen sich auf 285.513 Euro. Davon waren 214.135 Euro Fördergelder und 71.378 Eigenanteil. Dieser wurde aus dem gemeinsamen Investitionsfonds des Amtes Rhinow erbracht", sagte Bauamtsleiterin Birgit Schmidtke zur Bauvorstellung.

Die erheblichen Sanierungsarbeiten mussten in der Ferienzeit realisiert werden - ein Kraftakt. Denn nicht nur das Treppenhaus, auch Sanitäranlagen und Fassade wurden saniert. Unter anderem mussten Fugen im Klinkermauerwerk aufgrund von Feuchtigkeitsschäden erneuert werden. Die kompetente Baubetreuung durch das Ingenieurbüro Rübe und Elplana machte es möglich. "Das Hauptziel war, das Haupttreppenhaus bis zur Einschulung am 2. September fertigzustellen. Diese Vorgabe wurde eingehalten", erklärte Bauleiter Elmar Rübe. Bis auf kleinere Malerarbeiten, die noch in der Schulzeit stattfinden werden, ist das Bauvorhaben pünktlich fertiggestellt.

Auch Schulleiterin Birgit Kracht freut sich, dass die Kinder nun über das neugestaltete Treppenhaus sowohl die Klassenräume als auch den Hort erreichen können. "Die helle Farbkonzeption wurde gemeinsam mit der Schule erarbeitet."

Um die Bauzeit einzuhalten, arbeiteten teilweise bis zu acht Gewerke gleichzeitig. So wurde auch die Elektrik und der Sanitärbereich saniert. Die Toiletten haben jetzt einen Geruchsverschluss. "Früher war das schlimm, wenn man hier vorbei ging, stank das oft fürchterlich. Viele Schüler haben sich gar nicht auf die Toilette getraut und haben es bis nach Hause zurückgehalten", erzählte die Schulleiterin. "Man muss sich das so vorstellen: Wenn die Toilette trocken wird, fängt es an zu riechen. Dann müsste man einen Eimer Wasser nachgießen. Das macht aber keiner. Wenn jetzt die Toilette trocken wird und der Wasserstand im Becken sinkt, schließt sich eine Glocke über dem Ablauf. So entsteht ein Geruchsverschluss", erklärte Diplom Ingenieur Elmar Rübe.

Bei der Sanierung wurde der historische Charme der Schule erhalten und nur einzelne moderne Elemente im Treppenhaus gesetzt, wie Brandschutztüren zu den Klassenzimmern und Rauchmelder. Der zweite Fluchtweg, der durch den vorhandenen zweiten Treppenhausaufgang schon vorhanden war, wurde ebenfalls saniert. "Dadurch konnten wir uns eine Feuertreppe am Gebäude sparen", erklärte Birgit Kracht.

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